Auf dem Boden geblieben

Motor / 09.08.2013 • 12:25 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Auch abseits befestigter Straßen macht der neue Subaru Forester eine gute Figur. Fotos: VN/Gasser
Auch abseits befestigter Straßen macht der neue Subaru Forester eine gute Figur. Fotos: VN/Gasser

Mit dem Forester beweist Subaru Bodenhaftung. Solide Tugenden überzeugen.

Subaru. Subaru hat das Erfolgsmodell Forester einer umfangreichen Überarbeitung unterzogen. So ist der Allrad-Klassiker gewachsen. Länger, breiter, höher, größerer Radstand und mehr Bodenfreiheit – im Vergleich zum Vorgänger hat die vierte Forester-Generation in fast allen Belangen zugelegt. Am Grundcharakter hat sich allerdings nichts geändert. Mit dem SUV beweist Subaru Bodenhaftung. Kein „abgehobener Auftritt“, das Design wurde nur dezent weiterentwickelt.

Bodenständigkeit hat bei den Japanern Tradition. Als Allrad-Marke ist Subaru ein Nischen-Player. Die Technik spielt eine deutlich wichtigere Rolle als die Optik. Das ist gut so. Auf der anderen Seite wirken die Autos mit wenigen Ausnahmen etwas emotionslos.

Sparsamer Antrieb

Feinste Ingenieurskunst verspricht der Antrieb des Forester. So arbeitet unter der Haube ein bekannter Zweiliter-Boxerdiesel, der für seinen Einsatz noch einmal optimiert wurde. 147 PS Leistung und ein Drehmoment von 350 Nm sind Garant für ausreichend Vortrieb und Kraft selbst im Drehzahlkeller. Die Leistungsdaten: 0 auf 100 in 10,2 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 190 km/h. Damit sollte man im Alltag gut auskommen. Niedrig sind die Verbrauchswerte des SUV. Subaru gibt den Norm-Wert mit 5,9 Litern an. Im VN-Test begnügte sich der Forester mit 6,8 Litern.

Gutes Platzangebot

Der Forester überzeugt seit seiner Markteinführung 1997 mit einem guten Platzangebot. In der vierten Generation gibt es von allem noch ein wenig mehr. Mehr Bein- und Kopffreiheit bieten ein Plus an Komfort. Praktisch auch die höhere Sitzposition im neuen Forester, die eine weiter verbesserte Rundumsicht ermöglicht. Eine vergrößerte Türöffnung erleichtert zudem das Ein- und Aussteigen. Und auch der Kofferraum ist gewachsen. Mit 505 Litern Ladevolumen erweiterbar auf 1573 Liter findet selbst Gepäck für die große Reise ausreichend Platz.

Wer einen Forester fährt, den zieht es vermutlich auch gelegentlich ins Unterholz. Hier kann die Kerntechnologie von Subaru, der permanente Allradantrieb, ihre Stärken ausspielen. Bei den Modellen mit Schaltgetriebe setzen die Japaner ein Mitteldifferential AWD mit Viskokupplung ein, die im Bedarfsfall die Drehmomentsverteilung so verändert, dass ausreichend Traktion zur Verfügung steht.

Der Forester kann auch als Zugmaschine punkten. Die zulässige Anhängelast liegt bei zwei Tonnen. Für den drehmomentstarken Boxer-Diesel eine Kleinigkeit.

Fazit: Subaru bietet mit dem Forester einen soliden SUV mit feiner Technik. Die Optik fällt allerdings etwas emotionslos aus. Die Preise für den Allrad-Klassiker beginnen bei 30.990 Euro.

Negativ: Wenig Emotionalität beim Design. Der Forester wirkt auch in vierter Generation ein wenig bieder.
Negativ: Wenig Emotionalität beim Design. Der Forester wirkt auch in vierter Generation ein wenig bieder.
Positiv: Solide Technik und ein gutes Platzangebot zeichnen den Allrad-Klassiker aus.
Positiv: Solide Technik und ein gutes Platzangebot zeichnen den Allrad-Klassiker aus.
Übersichtlicher Innenraum.
Übersichtlicher Innenraum.
Gutes Platzangebot.
Gutes Platzangebot.

Fakten

» Motor/Antrieb: 2-Liter-Vierzylinder-Boxer-Diesel mit 147 PS und 350 Nm Drehmoment; 6-Gang-Schaltgetriebe, permanenter Allradantrieb

» Fahrleistung/Verbrauch: 0 auf 100 in 10,2 Sek.; Spitze 190 km/h, Verbrauch 5,9 l, Test: 6,8 l

» Preis: ab 30.990 Euro, Testwagen: 43.990 Euro.