Fünf Sterne für den Fünften

Motor / 04.10.2013 • 14:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Das jüngste Mitglied der jungen Skoda-Rapid-Familie ist der sportlich geschnittene Spaceback. Fotos: werk

Das jüngste Mitglied der jungen Skoda-Rapid-Familie ist der sportlich geschnittene Spaceback. Fotos: werk

Rapide erweitert Skoda die Rapid-Familie: Der neue Spaceback ist ein kompakter Praktiker.

Skoda. Dass es bei der Limousine nicht bleiben würde war klar. Als Skoda im Vorjahr den Rapid, das Startmodell der neuen Kompakt-Baureihe, präsentierte, wurde angekündigt, dass zur Viertür-Limousine weitere Karosserie-Varianten kommen würden. Nur war nicht sofort klar, welche. Ein Kombi erschien naheliegend. Doch naheliegend ist auch, dass die Nische zwischen den Lader-Versionen des Fabia und des Octavia sehr klein ist. Die Lösung ist nun: eine Kurzheck-Version. Die nennt Skoda Spaceback. Womit eine Basis-Botschaft des Rapid-Derivats festgelegt ist: großzügiges Raumangebot.

Viel Platz im Innenraum

Ein Versprechen, das der Kurzheck-Rapid hält. Mit der Längen-Reduktion um achtzehn Zentimeter ist die Kürzung auf 4304 mm nicht gar so kurz ausgefallen, dass nicht 415 Liter Gepäck ins Ladeabteil passen. Das Umlegen der Fond-Lehnen ergibt zwar keine brettebene Ladefläche, dehnt das Ladevolumen jedoch auf 1380 Liter aus. Ebenfalls nicht zu kurz kommt der gegenüber dem Stufenheck-Rapid bis zur B-Säule gleich gebliebene Passagierraum. Und die Insassen der zweiten Reihe müssen trotz des kürzeren Rückens nicht die Köpfe einziehen, die Dachlinie fällt nur marginal ab. Es bleibt dennoch ein schick-sportlicher Schwung, der mittels der Wahl des optional angebotenen durchgezogenen getönten Glasdachs plus einer ebenfalls als Option angebotenen langen Heckscheibe noch extra betont werden kann.

Junge Kunden

Als Zielgruppe haben die Tschechen junge Leute im Visier. 90 Prozent der Rapid-Käufer sollten sich für die neue Kurzheck-Version entscheiden. Als Entscheidungshilfe bringt der Spaceback die Stamm-Ingredienzen jedes neuen Skodas mit, sprich Detaillösungen, die der Hersteller unter dem Slogan „Simply Clever“ zusammenfasst. Dazu gehört nebst dem Eiskratzer im Tankdeckel und dem Warnwestenfach unter dem Fahrersitz ein starkes Okönomie-Argument: Neben moderater Preisgestaltung sind das günstige Betriebskosten, dank verbrauchs- und emissionssparsamer Antriebe. Davon bietet Skoda zum Marktstart drei Benziner- und zwei Diesel-Versionen an. Es handelt sich durchwegs um Vierzylinder-Turbo-Direkteinspritzer. Die Benziner: 1,2 TSI mit 86 beziehungsweise 105 PS sowie 1,4 TSI mit 122 PS. Die Diesel: 1,6 TDI mit 90 respektive 105 PS. Je nach Konfiguration sind manuelle Fünf- und Sechsgang- sowie ein Siebenstufen-Doppelkupplungsgetriebe im Einsatz. Die Norm-Mixverbrauchswerte: 4,0 bis 5,5 Liter pro 100 Kilometer (CO2: 106 bis 1237 g/km). In weiterer Folge kommt noch ein 90-PS-TDI hinzu, verbrauchsoptimiert, mit besonders niedrigem CO2-Ausstoß: 99 g.

Modell-Offensive

Mit dem Rapid Spaceback bringt Skoda heuer nach dem neuen Octavia, Octavia Combi, Octavia RS und dem face- sowie technikgelifteten Superb – gemäß der Tschechen Rechnung – bereits das fünfte Modell frisch auf den Markt. Zum Einstand des Jüngsten wird in Mlada Boleslav gleich eine Auszeichnung gefeiert: fünf Sterne beim europäischen NCAP-Crashtest. Es werden rapide weitere Rapids folgen. Eine Sport-, eine RS-Variante wird aber nicht dabei sein. Nicht so bald zumindest.

Viel Platz im Innenraum.

Viel Platz im Innenraum.

Abfallende Seitenlinie ohne Kopfraumverlust.

Abfallende Seitenlinie ohne Kopfraumverlust.

Fakten

Skoda Rapid Spaceback

Motoren/Antrieb: Benziner: 1,2 l, 86 und 102 PS, 1,4 l 122 PS, Diesel: 1,6 l, 90 und 105 PS, Frontantrieb

Preis: Benziner ab 16.330 Euro, Diesel ab 18.230 Euro
Marktstart: 18. Oktober

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