Das Kleeblatt soll Alfa Glück bringen

Motor / 13.06.2014 • 12:33 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Alfa Giulietta Quadrifoglio Verde: 241 PS Leistung, exzellentes Handling und attraktive Optik. Fotos: Werk
Alfa Giulietta Quadrifoglio Verde: 241 PS Leistung, exzellentes Handling und attraktive Optik. Fotos: Werk

Legendäre Vergangenheit: Kleeblatt soll Alfa eine glückliche Zukunft bescheren.

Alfa. Man kann nicht ewig von der Vergangenheit und der Erinnerung daran leben. Auch wenn diese im Falle von Alfa überaus aufregend ist. Die Marke hat Kultstatus, einzelne Modelle sind längst Legende. Wie auch das grüne Kleeblatt (Quadrifoglio Verde), das seit Jahrzehnten die besonders sportlichen Versionen ziert. In der Renngeschichte war es erstmals 1923 bei der Targa Florio auf einem Auto der Marke angebracht. Es war dies auch der Tag des ersten großen Triumphes der Italiener. Unzählige weitere sollten folgen.

Kommerzielle Erfolge blieben zuletzt aus. Die Modellpalette schrumpfte auf nur noch zwei Fahrzeuge – den MiTo und die Giulietta. Erst mit dem kleinen Mittelmotorsportwagen 4C kam von Alfa im Vorjahr wieder ein kräftiges Lebenszeichen. Und viel von seiner hoch gelobten Technik hält jetzt Einzug in den neuen Quadrifoglio Verde-Versionen des MiTo und der Giulietta. Das grüne Kleeblatt soll der Marke Glück für die Zukunft bringen. Helfen werden dabei auch einige Milliarden Euro, die der Konzern in die Entwicklung neuer Modelle investieren will. Nicht weniger als acht an der Zahl sollen es werden. Details gibt es aber noch keine.

Sportliche Optik

Die neuen Kleeblatt-Versionen von MiTo und Giulietta sind auf den ersten Blick an zahlreichen Details vom Kühlergrill bis zu den Endrohren zu erkennen. Innen lassen Sportsitze, abgeflachtes Lenkrad und die Aluminium-Pedalerie keine Zweifel an den Ambitionen der beiden Sportler.

Das Alfa-Romeo-Herz schlägt aber bekanntlich unter der Haube. Motor und Fahrwerktechnik sind es, was die Quadrifoglio-Verde-Modelle auszeichnet. Im Fall der Giulietta sorgt das baugleiche Triebwerk wie im Alfa 4C für Vortrieb. Der 1750 Kubik-Motor (TBi) leistet 241 PS. Mit 340 Newtonmeter Drehmoment (davon 80 Prozent bis 1800 U/min) ist das Aggregat das drehmomentstärkste im Segment. Die Fahrleistungen sind, so erste Eindrücke bei VN-Testfahrten, überzeugend. 0 auf 100 in nur 6 Sekunden, Spitze bei 244 km/h (7,3 Liter Verbrauch). Serienmäßig sorgt ein Doppelkupplungsgetriebe für blitzschnelle Gangwechsel. Launch-Control des 4C für den Sprint und dessen Bremsanlage sorgen für weitere sportliche Akzente.

Aus nur 1,4 Litern schöpft der MultiAir Turbojet Motor des MiTo seine 170 PS Leistung (250 Nm Drehmoment). Die dazugehörenden Leistungsdaten: 0 auf 100 in 7,3 Sekunden, 219 km/h Spitze, 5,4 Liter Verbrauch – auch im Praxis-Test überzeugend.

Mindestens so beeindruckend wie die Kraftentfaltung der Motoren ist das Handling, eine Kernkompetenz der Italiener. Hightech sorgt dafür, dass die beiden Alfas speziell in den Kurven zur Höchstform auflaufen. Und in noch einer Disziplin setzen die beiden Maßstäbe: beim Sound. Ingenieure haben viel Zeit investiert, um das Geräusch-Ambiente der legendären Alfas der 60er- Jahre zu kopieren. Das kann nur, wer Geschichte hat. Alfa hat auch eine Zukunft.

Innen: Sportsitze, abgeflachtes Lenkrad.
Innen: Sportsitze, abgeflachtes Lenkrad.
Kleeblatt-MiTo: 170 PS, Fahrspaß vom Feinsten.
Kleeblatt-MiTo: 170 PS, Fahrspaß vom Feinsten.

Fakten

» MiTo Quadrifoglio Verde: 1,4-Liter Motor, 170 PS Leistung, 250 Nm; TCT-Getriebe, Frontantrieb; Preis:
ab 25.030 Euro

» Giulietta Quadrifoglio Verde: 1.750 Liter Motor, 241 PS Leistung, 340 Nm Drehmoment, TCT-Getriebe, Frontantrieb; Preis: ab 36.220 Euro

» Markstart: Ende Juli/August, ab sofort bestellbar

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