Talentierter Trendsetter unter den Transportern

Motor / 27.06.2014 • 14:15 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der neu gemachte Renault Trafic ist die Basis für ein Transporter-Thema mit bis zu 270 Variationen. Fotos: werk
Der neu gemachte Renault Trafic ist die Basis für ein Transporter-Thema mit bis zu 270 Variationen. Fotos: werk

Mit dem Trafic hat Re-nault eine der Ikonen des leichten Nützlings- Segments neu gemacht.

renault. Die Aufbruchsstimmung, die beim französischen Autohersteller herrscht – siehe Motto „Drive the Change“ –, erstreckt sich auch auf die Klasse der leichten Nutzfahrzeuge, eine der Stamm-Domänen im breit aufgestellten Fahrzeug-Portfolio der Pariser. Nicht umsonst ist Renault seit 1998 in Europa die Nummer eins im Transporter-Segment. Eine der tragenden Säulen ist hier der Trafic, in der Klasse bis zu drei Tonnen Gesamtgewicht, der 1980 sein Debüt geliefert hatte und seither 1,6 Millionen Mal verkauft wurde. Begründet ist dieser Erfolg unter anderem in der Vielseitigkeit des Mittelklasse-Nützlings. Eine Eigenschaft, die Renault bei der Erneuerung und dem Start in die dritte Generation verfeinert hat. Basis dafür ist die Verlängerung um 21 Zentimeter, auf nunmehr ab 4,999 Meter. Damit einhergeht eine Steigerung des Ladevolumens, auf ab 5,2 bis zu 8,6 Kubikmeter (drei Europaletten). Dazu kommt, dass anhand von zwei Fahrzeuglängen, zwei Radständen, zwei Dachhöhen, drei Karosserievarianten – Kastenwagen, Kastenwagen Doppelkabine, Pkw (Passenger) – sowie einem Fahrgestell bereits ab Werk 270 unterschiedliche Varianten möglich sind.

Komplette Neuentwicklung

Die Basis für diese Variabilität ist eine komplette Neuentwicklung (laut Renault), die vom Außendesign mit dem aktuellen Familiengesicht – prominenter, steil stehender Rhombus an der Front – und modischerer Aufbau-Gestaltung über Fahrwerks-, Lenkungs- und Geräuschdämmungs-Optimierung bis hin zur Neugestaltung des Interieurs mit Pkw-gerechter Einrichtung reicht. Antriebsseitig kommt auch hier der Trend zum Motoren-Downsizing zum Tragen. Die Aggregate-Palette besteht aus vier Versionen des hauseigenen 1,6-Liter-Turbodiesels. Die einfach beatmeten Motoren leisten 90 oder 115 PS, die doppelt aufgeladenen 120 oder 140 PS. Alle sind mit manuellem Sechsgang-Schaltgetriebe zusammengespannt. Damit erntet der neue Trafic die Fähigkeit, mit 5,7 Liter Treibstoff über die 100-Kilometer-Distanz zu kommen, bei einem CO2-Emissionswert von 149 g/km (Norm-Mix, Werte gelten für die Pkw-, die Passenger-Variante mit 120 PS).

Viele clevere Details

Mit auf den weiteren Erfolgsweg gegeben hat Renault seinem Nützlings-Star eine Reihe cleverer Details, wie Ladeklappen und eine schlaue Tür-Mechanik, die es ermöglichen, lange – 3,75 respektive 4,15 Meter – und überlange Stangen oder Bretter sicher zu transportieren. Das auszuprobieren war weniger das Thema, vielmehr die Handlichkeit und gute Karosserie-Übersichtlichkeit im teilweise sehr dichten Stadtverkehr von Kopenhagen.

Gleichzeitig mit dem Trafic hat Renault auch dem großen Bruder, dem Master ein Update spendiert. Das betraf Optik – den Rhombus – und Technik – eine Anhängerstabilisierung ist unter anderem nun Serie.

Der Master erhielt ein Optik- bzw. Technik-Update.
Der Master erhielt ein Optik- bzw. Technik-Update.
Pkw-gerechtes Interieur.
Pkw-gerechtes Interieur.

Fakten

» Motoren/Antriebe: 1,6-Liter-Turbodiesel mit 90 oder 115 PS, 1,6-Liter-BiTurbodiesel mit 120 oder 140 PS / Frontantrieb.

» Karosserie-Varianten: Kastenwagen, Kastenwagen Doppelkabine, Pkw/Passenger in zwei Längen und zwei Dachhöhen; Plattform-Fahrgestell ab 2015.

» Marktstarts/Preise: ab Mitte September / Kastenwagen ab 26.620 Euro (inkl. MWSt.), Kastenwagen Doppelkabine ab 28.620 Euro (inkl. MWSt.), Pkw (Passenger) ab 33.670 Euro (brutto).

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