Hybride bauen die Brücke zur elektrischen Mobilität

Motor / 26.06.2015 • 13:46 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Jüngster Alternativ-Triebling im Volkswagen-Konzern ist der Porsche Cayenne S e-Hybrid. Fotos: werk
Jüngster Alternativ-Triebling im Volkswagen-Konzern ist der Porsche Cayenne S e-Hybrid. Fotos: werk

Auf Strom als Antriebs-kraft setzen die Wolfs-burger. Aktuell mit VW, Audi und Porsche.

VW-Konzern. (VN-bkh) Auf höchster Ebene ist es ausgesprochen: Die VW-Gruppe setzt auf Strom als Antriebsenergie. Martin Winterkorn, Aufsichtsratsvorsitzender, glaubt an die Elektromobilität als „bedeutendes Zukunftsfeld des Konzerns“. Sie sei notwendig, um die Emissionsvorgaben erfüllen zu können, sie werde sich langfristig durchsetzen. Den Übergang von der Verbrennung zum Strom wollen die Wolfsburger mit Hybridtechnik herstellen, quasi als Brückenschlag zur E-Mobilität.

Derzeit setzt der Volkswagen-Konzern auf mehrere Arten der Elektrizität: auf reine Batterie- und eine Reihe von Hybrid-Trieblingen. Wobei nur zwei davon dezidiert auf Alternativ-Antrieb hin entwickelt wurden. Einerseits der zweisitzige VW XL1 (48 + 27 PS), ein Diesel-Plug-in-Hybrid, der in einer Kleinserie (250 Fahrzeuge) aufgelegt mit weniger als einem Liter auskommen kann. Andererseits der auf 918 Exemplare limitierte (und gerade ausgelaufene) Porsche 918 Spyder (887 PS), ein Benzin-Plug-in-Hybrid mit zwei E-Aggregaten. Er soll mit 3,1 Liter das Auslangen finden können.

Alle anderen aktuellen Elektriker und Hybride basieren auf konventionell angetriebenen Modellen respektive wurden diese von Anfang an so konzipiert, dass auf einer Plattform unterschiedliche Antriebssysteme realisiert werden können.

An reinen Elektrikern bietet VW momentan zwei: Den Kleinsten des Modell-Portfolios, den e-up, und, als Variante des Wolfsburger Volumensträgers, den e-Golf. Der Kompakte startete vor Kurzem auch als Hybrid, analog zum Ingolstädter Schwestermodell, dem Audi A3 Sportback e-tron. Beide können, mit Plug-in-System, rein elektrisch fahren, jeweils bis zu 50 Kilometer. In der sportlichen Welt von Porsche ist zum Panamera S e-Hybrid ein neuer dazugekommen: der Cayenne S e-Hybrid, der seine Sparsamkeit schon im VN-Fahrbericht unter Beweis gestellt hat.

Fürs Vorantreiben des Stromantriebs setzt man bei VW mehrere Schwerpunkte. Einer ist die Weiterentwicklung der Technologie und damit eine Ausdehnung der Reichweiten. Damit verbunden müsse sein der Ausbau der öffentlichen Lade-Infrastruktur und die Schaffung von – steuerlichen – Anreizen. Damit ergebe sich eine höhere Attraktivität für die E-Mobilität, daraus resultierend ein höheres Absatzvolumen sowie eine Senkung der Produktionskosten und der Kaufpreise.

Audi A3 e-tron: Sportlich wie seine Benzin-Brüder.
Audi A3 e-tron: Sportlich wie seine Benzin-Brüder.
VW e-up: Dank Strom ein leiser Stadtstreicher.
VW e-up: Dank Strom ein leiser Stadtstreicher.

Fakten

VW: Batterie: e-up, e-Golf, Plug-in-Hybride: XL1, Golf GTE, Passat GTE (ab 2016)
Audi: Plug-in-Hybrid: A3 Sportback e-tron, Q5
Porsche: Plug-in-Hybride: Panamera S e-Hybrid, 918 Spyder, Cayenne S e-Hybrid