Quadratisch, praktisch, elektrisch

Motor / 02.10.2015 • 15:55 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Auto mit Ecken und Kanten: Der elektrifizierte Kia Soul EV. Hinter der Frontblende schlummert der Stromanschluss. Fotos: vn/paulitsch
Auto mit Ecken und Kanten: Der elektrifizierte Kia Soul EV. Hinter der Frontblende schlummert der Stromanschluss. Fotos: vn/paulitsch

Als Elektromobil macht der kompakte Kia Soul lebhaft auf sich aufmerksam.

Kia. Quadratisch, praktisch, kurios. Beseelt vom Bedürfnis nach Aufmerksamkeit hat Kia das eigenwillig gestaltete Lifestyle-Vehikel Soul – ein Mix aus SUV und Minivan – in mittlerweile zweiter Generation am Start. So richtig gezündet hat die Idee mit dem Wägelchen, das gleichsam ein Gute-Laune-Auto sein soll, hierzulande indes noch nicht. Immer noch vergleichsweise selten – egal ob nun als Benziner- oder Dieseltyp – kreuzt der stadtfein gekleidete Korea-Softroader im Straßenverkehr auf. Davon unbeeindruckt haben die Asiaten beim Soul inzwischen sogar noch einmal nachgelegt. Neuerdings fährt der kantige Kompakler sogar als Elektroauto vor. Im VN-Test konnten wir die knallhart auf Komfort und Effizienz getrimmte AC/DC-Version des Soul EV auf seine Stromer-Qualitäten hin ausprobieren. Mutige 212 Kilometer Reichweite gibt Kia für den Elektro-Soul im Vollladezustand vor. Mit der Disziplin zur Gelassenheit, gerade was längere Autobahnetappen angeht, haben wir dann tatsächlich 165 Kilometer geschafft – mit eingeschalteter Wärmepumpe, die weniger Energie absaugt als eine herkömmliche Klimaanlage. Die gute Nachricht für Vorarlberger Pendler mit Öko-Gewissen: Eine Batterieladung des E-Soul reicht auf jeden Fall für die Fahrt von Bludenz nach Bregenz und zurück. Im Vergleich zum Benzinertyp wird der Stromer-Soul gar zum Sparwunder. Die Betriebskosten reduzieren sich auf rund 3,50 Euro pro 100 Kilometer.

Unter dem auffällig ausgeformten Blechkleid des Soul EV müht sich ein 81,4 kW (111 PS) kräftigen Elektromotor, der den 1,5-Tonner sehr ordentlich in Schwung bringt. Im Stadtverkehr, wenn es um Ampelstart oder Fahrspurwechsel geht, macht der kompakte Elektro-Koreaner sogar richtig Spaß, wieselflink geht es dahin.

Auch am Platz- und Raumangebot im Soul EV gibt es wenig zu meckern, trotz Einbaus des knapp 280 Kilo schweren 27-kWh-Lithium-Ionen-Polymerakku im Fahrzeugboden. Das Kofferraumvolumen reicht von 281 Liter bis maximal 891 Liter, bei umgeklappter Rückenlehne. So ist der E-Soul zwar kein ausgewiesener Raumstifter, der alltägliche Einkauf findet indes locker Platz. Kurzum: Der Soul EV liefert eine solide Leistung ab, was sich indes auch im Preis niederschlägt.

In jeder Hinsicht ein auffälliger Auftritt.
In jeder Hinsicht ein auffälliger Auftritt.
Modisches Interieur, modernes Infotainment.
Modisches Interieur, modernes Infotainment.
Eindruck: Für Stadt und Land ist der Soul EV mit 81,4 kW E-Antrieb ausreichend motorisiert . Dank 27 kWh-Energiegehalt kommt er auch reichlich weit. Schlau: Klimaanlage und Ladezeiten planbar. Ladedauer/230 V: 10 bis 14 Stunden, bei 230 V/6,6 kW-Station: 5 Stunden

Eindruck: Für Stadt und Land ist der Soul EV mit 81,4 kW E-Antrieb ausreichend motorisiert . Dank 27 kWh-Energiegehalt kommt er auch reichlich weit. Schlau: Klimaanlage und Ladezeiten planbar. Ladedauer/230 V: 10 bis 14 Stunden, bei 230 V/6,6 kW-Station: 5 Stunden

Fakten

Motor/Antrieb: Permanentmagnet-Synchron-Elektromotor, 81,4 kW (111 PS), max. Drehmoment: 285 Nm, Li-Ionen-Polymer-Batterie, Vorderradantrieb/Stufenlosautomatik

Fahrleistung/Verbrauch: 0 auf 100 km/h in 11,2 Sek., Spitze: 145 km/h, Testverbrauch: 15,9 kWh/100 km

Preis: Grundpreis: 31.990 Euro, Testwagen: 34.390 Euro.