Tesla zelebriert X-Premiere

Motor / 02.10.2015 • 15:55 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Bühnenshow mit Verspätung: Tesla-Chef Elon Musk hat diese Woche sein Elektro-SUV Model-X enthüllt. Foto: ap
Bühnenshow mit Verspätung: Tesla-Chef Elon Musk hat diese Woche sein Elektro-SUV Model-X enthüllt. Foto: ap

Elektro-SUV: Model-X mit dreieinhalb Jahren Verspätung in Palo Alto enthüllt.

Tesla. Willkommen bei Tesla: Dreieinhalb Jahre lang immer wieder verschoben, und als es dann endlich so weit sein soll, verschiebt sich das Ganze erst noch mal ein bisschen. Der Stotterstart, den der Elektroautopionier Tesla mit seinem SUV „Model X“ hingelegt hat, wäre wohl den meisten Unternehmen als Unzuverlässigkeit ausgelegt worden, die heftige Kundenproteste ausgelöst hätte. Aber bei Tesla ist nichts normal.

US-Medien feiern den elektrischen Stadt-Geländewagen mit den Flügeltüren bereits als „wichtigstes Auto des Jahres“ und die Käufer akzeptieren die jahrelangen Lieferverzögerungen ohne Murren. Die Firma aus Palo Alto im Silicon Valley, dem kalifornischen Tech-Mekka, hat eine eingefleischte Fangemeinde. Die Verspätungen des schillernden Firmenchefs Elon Musk werden hingenommen wie die künstlerische Freiheit eines Rockstars. Tesla inszeniert seine Produktpremieren ähnlich wie Apple seine iPhone-Vorstellungen, nur nachts und mit mehr Party-Atmosphäre.

Das SUV bietet allerhand technische Raffinessen und Schnickschnack wie die nach oben öffnenden „Falcon“-Türen, einen Luftfilter-Power-Button gegen Biowaffen-Angriffe oder den Turbostart in 3,2 Sekunden von null auf 60 Meilen pro Stunde. Die Features und der Preis von bis zu 142.000 Dollar bestätigen, dass Tesla wie mit dem bisher einzigen Fahrzeug „Model S“ nach wie vor im Luxusbereich angesiedelt ist.

Dabei soll der SUV als familientaugliches Fahrzeug mit drei Sitzreihen durchaus den Anfang der Brücke zum Massenmarkt darstellen. Voraussichtlich 2018 will Tesla mit dem „Model 3“ einen erschwinglichen Stromer für die breite Bevölkerung bringen.