Im Mini-Club übt man das Stretching

Motor / 09.10.2015 • 13:47 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Mini Clubman: Split Doors geben dem Heck die besondere Note. Man kann sie berührungslos öffnen. Fotos: werk
Mini Clubman: Split Doors geben dem Heck die besondere Note. Man kann sie berührungslos öffnen. Fotos: werk

Neuer Clubman: Wenn es so weitergeht, wird der Mini noch zur Stretchlimousine.

Mini. Ziemlich aufgeblasen schreitet ja mittlerweile so manches Mini-Derivat einher. Je mächtiger sie werden, die neuen Minis, desto mehr kommt Rührung auf, wenn irgendwo eines der putzigen Originale aus den wilden Sixties auftaucht. Was hat man da nicht alles erlebt in diesen kleinen Quermotor-Kisten des Sir Alec Issigonis.

Auch im neuen Clubman kann man allerhand erleben. Stretcht sich jetzt ordentlich und hat, je nachdem, wie man’s betrachtet, vier bis sechs Türen. Je zwei links und rechts zum Einsteigen. Und hinten auch zwei, Split Doors genannt, zwecks Beladung. Die öffnen sich berührungslos und einzeln, falls man sich im richtigen Ausstattungsmodus befindet. Der Investitionsspielraum ist groß – und stark budgetabhängig. Ab 22.900 Euro ist man dabei, aber noch lang nicht am Ausstattungs- und Motorisierungsplafond.

Das höchste Maß

Ist eben erlebnisorientiert, der neue Clubman, der sich stolz als „das höchste jemals bei einem Mini realisierte Maß an Alltags- und Langstreckentauglichkeit, Variabilität und Fahrkomfort“ präsentiert. Der Neue ist 27 Zentimeter länger als der vorangegangene „echte“ Viertürer, 9 Zentimeter breiter und hat 10 Zentimeter mehr Radstand. Das sieht man nicht nur von außen, sondern spürt es auch im verhältnismäßig luftigen Innenleben und im auf 360 Liter angewachsenen Gepäckabteil. Maximales Stauvolumen: 1250 Liter.

Mit zunehmender Länge kommt dem noblen Clubman das berühmte „Go Kart-Feeling“ abhanden. Die Clubman-Show konzentriert sich dafür auf eine tolle Lichtarchitektur, innen und außen, innen stimmungsabhängig regelbar.

Das hatten wir im Ur-Mini leider nicht, bei weitem nicht. Wäre sicher hilfreich gewesen. Schicke Dekorleisten auch nicht und schon gar keine elektrisch einstellbaren Sitze mit einer Memory-Funktion.

Ambiente, Ambiente

Kontrastlackierungen am Dach und bei den Außenspiegeln sind der aktuelle Gag, der Rest in Melting Silver oder Pure Burgundy, metallisch schimmernd natürlich. Und ein tolles rundes Zentralinstrument, noch größer als dieser einzigartige Tacho von anno dazumal, jetzt mit LED-Lichtring und Display fürs Infotainment, Telefon und Navigation. Ambiente an allen Ecken und Enden bis hin zu den neckisch gesteppten Sportsitzmöbeln und dem kessen glutroten Start-Stopp-Kippschalter im unnachahmlichen Mini-Style.

Zwei Ottos und ein Selbstzünder stehen bei der Markteinführung am 31. Oktober zur Wahl. Die Novitäten unter der allseits bekannten Haube: der aktuelle Vierzylinder-Diesel von BMW mit 150 PS und eine Achtgangautomatik, den Sechsgangautomaten ersetzend. Serie ist jeweils Sechsgang-Handschaltung. Nach dem Marktstart im Herbst mit Dreizylinder-Benziner (136 PS) und Zweiliter-Benziner im Cooper S (192 PS) kommen später weitere Motoren zum Einsatz.

Weniger ,,Go Kart“, dafür mehr Raum.
Weniger ,,Go Kart“, dafür mehr Raum.
Cockpit mit starkem Charakter.
Cockpit mit starkem Charakter.

Fakten

Mini Clubman

Motoren: ein Diesel (150 PS), zwei Benziner (136 und 192 PS) sind bereits zum Marktstart verfügbar, ein 102-PS-Benziner und zwei Diesel (116 und 190 PS) folgen etwas später.

Preise: ab 22.900 Euro

Markteinführung: ab 31. Oktober bei den Händlern.