Zuverlässiger Kumpeltyp mit soliden Grundwerten

20.11.2015 • 12:55 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Eindruck: Die Ausstattung der getesteten „Exclusive“-Version ist üppig, das schlägt sich letztlich auch im Preis nieder. Der Motor und das CVT-Getriebe disziplinieren einen zur Gelassenheit. Top beim Allradkombi ist die Ladekapazität.

Eindruck: Die Ausstattung der getesteten „Exclusive“-Version ist üppig, das schlägt sich letztlich auch im Preis nieder. Der Motor und das CVT-Getriebe disziplinieren einen zur Gelassenheit. Top beim Allradkombi ist die Ladekapazität.

Automatik, Adlerauge, Allrad – der Subaru Outback ist eine eigenwillige Kombination.

subaru. 20 Jahre hat er nun schon auf dem Buckel, der Subaru Outback. Mittlerweile gibt’s den robusten Gelände-Kombi in fünfter Generation. Irgendwie ein alter Bekannter, der indes im Straßenverkehr kaum wahrgenommen wird.

Waidmänner und Waldbesitzer werden an der Stelle vielleicht einwerfen, dass dem nicht ganz so ist. Nicht wenigen unter ihnen ist das Crossover-Modell seit jeher ein treuer Wegbegleiter.

Zuverlässigkeit kommt immer noch vor Auffälligkeit. So jedenfalls sehen das die Allrad-Pioniere bei Subaru. Und so muss man beim aktuellen Outback denn auch schon genauer hinsehen, um Unterschiede zum Vorgänger auszumachen. So erfuhr etwa die Front- und Heckpartie eine optische Auffrischung – nennen wir es kultivierte Normalität.

Aufgeräumter Innenraum

Im Innenraum wirkt der Outback nun weitaus vornehmer aus zuvor. Auffällig ist die weitgehend gelungene Materialauswahl der verwendeten Kunststoffe. Die Instrumente sind logisch und aufgeräumt angeordnet sowie intuitiv bedienbar. In der Mitte dominiert das Infotainmentcenter – das mitunter etwas flotter sein könnte – mit großem Touchscreen.

Mit inzwischen 4,81 Meter Außenlänge gehört der Subaru-Allrounder nicht gerade zu den kleinen Brocken. Im Innenraum herrschen vergleichsweise angenehme Platzverhältnisse vorne wie hinten vor. So muss niemand im Fond den Kopf einziehen, und auch die Knie von Großgewachsenen scheuern nicht an den Rückseiten der Vordersitze. Dass der Outback auch ein richtiger Lademeister sein kann, stellt er mit seinem Maximalvolumen von 1848 Liter unter Beweis. Da lässt sich bei umgelegter Rückbank im Kofferraum ordentlich einräumen. Weniger angenehm fällt dagegen der große Wendekreis auf, der so manches Rangiermanöver bisweilen etwas umständlich geraten lässt.

Das bemerkenswerteste Technikfeature an Bord des soliden Allradtalents ist das neue „Adlerauge“. Das sogenannte EyeSight-System, das anstatt Radar via Stereokamera funktioniert, sitzt hinter dem Rückspiegel, sichert die Spurtreue, regelt den Abstand zum Vordermann und reagiert bei Bedarf mit Bremsvorgängen. Wie sich das neuartige System indes bei dichtem Nebel oder bei Starkregen verhält, konnten wir mangels vorherrschender Situation im 14-Tage-Testzeitraum nicht erproben.

Dafür ist dem Outback mit dem 150 PS starken Boxerdieselmotor samt Stufenlos-Automatik zu bescheinigen, dass er ein kreuzbraver Alltagsbegleiter ist, der nach der Devise Eile mit Weile unterwegs ist.

Unaufgeregt aufgefrischt ist der Crossover-Outback weiter grundsolide unterwegs. Fotos: vn/paulitsch
Unaufgeregt aufgefrischt ist der Crossover-Outback weiter grundsolide unterwegs. Fotos: vn/paulitsch
Kein echter Designhit, aber rundum sehr ansehnlich.
Kein echter Designhit, aber rundum sehr ansehnlich.
Das funktionale Cockpit lässt keine Fragen offen.
Das funktionale Cockpit lässt keine Fragen offen.

Fakten

Motor/Antrieb: Vierzylinder-Boxerturbodiesel, 150 PS, 350 Nm/1600 bis 2800 U/min, Allradantrieb, stufenloses CVT-Automatikgetriebe.

Fahrleistung/Verbrauch: 0 auf 100 km/h in 9,9 Sek., Spitze: 192 km/h, Verbrauch: 6,1 l (159 g CO2/km), Testverbrauch: 7,8 l Diesel

Preis: Basispreis: 39.990 Euro, Testwagen: 46.990 Euro.