Sinnlich, selbstbewusst und sportlich

22.07.2016 • 11:16 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Renault Clio IV Phase II: Kosmetik-Kur am Ex- sowie am Interieur und Ausstattungserweiterung. Fotos: Renault
Renault Clio IV Phase II: Kosmetik-Kur am Ex- sowie am Interieur und Ausstattungserweiterung. Fotos: Renault

Der Renault Clio fährt mit einer Aufwertung in die zweite Phase seiner vierten Generation.

RENAULT. In seinen mehr als fünfundzwanzig Jahren hat sich der Clio optisch von zweckmäßiger Sachlichkeit zu anregender Sinnlichkeit gewandelt. Der aktuellen vierten Generation hatte Laurens van den Acker auch eine große Portion Selbstbewusstsein und ein ordentliches Quantum Sportlichkeit mitgegeben. Damit reüssiert der kleine Franzose seit 2012. Die Verkaufszahlen legten in Österreich trotz bereits vier Jahren Marktpräsenz seit Beginn dieses Jahres wieder signifikant zu (bis Mai um 8,4 Prozent gegenüber 2015).

Damit lag für die zweite Phase der vierten Modellgeneration wenig Grund für eine tiefgreifende Modifikation des Designs und der Technik vor. Es wurde behutsam an der Front gefeilt, unter anderem an der Frontschürze, den Lufteinlässen und am Kühlergrill. Im Interieur ist die Aufwertung augenfällig und deutlich sichtbar, anhand von feineren Materialien – Kunststoffe, Sitzpolsterungen, Türverkleidungen etwa – und neuen Details. Beispiele: das Lenkrad, die Mittelkonsole, das Bedien-Panel für die Fensterheber und die Lüftungsdüsen.

Angereichert ist die Antriebspalette: einerseits um die Option, den Top-Benziner (mit 120 PS) mit sechsstufigem Doppelkupplungsgetriebe zu kombinieren, andererseits um einen neuen Top-Diesel, eine 110-PS-Variante des 1,5-Liter-Selbstzünders, kombiniert mit manueller Sechsgang-Schaltung.

Die optischen Überarbeitungen und die technischen Adaptierungen gelten sowohl für den Fünftürer als auch für die Kombi-Version Grandtour und ebenso für den Athleten unter den Clios, den R.S., und zwar in beiden Leistungsklassen – mit 200 PS und, als „Trophy“, mit 220 PS. Die beiden Renault-Sport-Kandidaten bekamen als Zugabe zum serienmäßigen Voll-LED-Licht auch noch LED-Zusatzscheinwerfer.

Das Offert an Infotainment- und Assistenzelektronik hat Renault ebenfalls ausgebaut. Dazu gehören unter anderem nun die Möglichkeit der Smartphone-Integration und das Aufpreis-Extra eines Parkpilot-Systems.

Die neuen Feinheiten des überarbeiteten Clio standen im Westen Frankreichs rund um Bordeaux auf dem Prüfstand. Die neue Kombination Top-Benziner und Doppelkupplungsgetriebe hält das Sportlichkeits-Versprechen souverän ein. Gar nicht in Frage stand das in Bezug auf den Top-Sportler R.S. Trophy. Auf einer kleinen, dafür fein kurvigen Rennstrecke konnten die Spurtstärke des 1,6-Liter-Turbos und die Spurstabilität recht ausgiebig ausprobiert werden. Für die kernige Begleitmusik sorgt die Sportauspuffanlage, die vom slowenischen Spezialisten Akrapovic für Renault entwickelt wurde. Und überzeugend passt der 110-PS-Diesel mit dem Sechsgang-Schaltgetriebe zusammen. Auch damit entwickelt der Clio glaubwürdig Sportlichkeit. Der Antrieb gibt sich dabei überhaupt nicht brummig. Abgesehen von der Erweiterung des Motoren- und Getriebeprogramms offeriert Renault auch neue Individualisierungsmöglichkeiten, anhand von Dekor-Aufklebern und Zweifarb-Lackierungen fürs Exterieur sowie Look-Paketen fürs Interieur.

Überarbeitet: die Kombi-Version Grandtour.
Überarbeitet: die Kombi-Version Grandtour.
Aufgefrischt und aufgewertet: das Cockpit.
Aufgefrischt und aufgewertet: das Cockpit.

Fakten

Motoren/Antrieb/Getriebe: Diesel: 1,5 l mit 75, 90 und 110 PS, Benziner: 0,9-l-3-Zyl. mit 90 PS, 1,15-l-4-Zyl. mit 75 PS,1,2-l-4-Zyl. mit 120 PS, 1,6 l mit 200 und 220 PS (R.S., R.S. Trophy)/Vorderradantrieb/manuelle Fünf- oder Sechsgang-Schaltung/Sechsstufen-Doppelkupplungsgetriebe. 

Marktstart/Preis: Mitte September/ab 12.990/ab 13.490 Euro.