Ein großer Mini für die kleine Familie

Motor / 20.01.2017 • 13:38 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der neue Mini Countryman hat deutlich an Größe zugelegt. Fotos: werk
Der neue Mini Countryman hat deutlich an Größe zugelegt. Fotos: werk

Wer wollte, konnte auch mit dem Ur-Mini picknicken. Aber viel bescheidener als heute.

Mini. War ja auch noch richtig mini, der geniale britische Zwerg. Zumindest so mini wie der ebenfalls aufsehenerregende Minirock. Solches kann der Countryman 2017 nicht von sich behaupten. Heißt zwar so, ist aber nicht mehr wirklich Mini. Sondern mit 4,30 Meter um zwanzig Zentimeter länger als sein Vorgänger. Und damit der bis dato größte Mini, einer mit Picnic Bench.

,,Kernig“ sagt man in Bayern, wo ja viele Ideen herkommen für den Deutsch-Briten, zum neuen Outfit des großen Mini für die kleine Familie. Für die kleine Action-Familie, denn ein zünftiger Countryman hat schließlich, aber nicht zwangsläufig, Allradantrieb.

Einen, der so blitzartig eingreift bei Bedarf, dass man ihn auch als Permanent-Allrad bezeichnen könnte. Wenn es nicht notwendig ist, mischt er aber gar nicht mit und dient so dem sparsamen Verbrauch. Diese Art intelligenter Allradler kennt man auch von BMW unter xDrive. Bei Mini heißen sie All4.

Als man mit dem Vorgänger erstmals die Vier-Meter-Marke überschritt, wurde Kritik laut am „Größenwahn“ der Marke. 550.000 verkaufte Exemplare gaben den Erfindern des Mini-SUV recht. Als Persönlichkeit kommt er gut an bei der Mini-Society. Sein Charakterbild wird jetzt noch mehr von der erweiterten Bodenfreiheit geprägt.
Außerdem: Die größere Spurweite und der längere Radstand erbringen einen für Mini ungewohnt hohen Fahrkomfort.


PicNic im Grünen

Und mehr Raum fürs Gepäck, bis zu knapp 1400 Liter. Und eine verschieb- und verstellbare, im Verhältnis 40:20:40 umklappbare Rücksitzbank. Und als Gag die erwähnte Picnic Bench. Das ist eine aus dem Gepäckraum herausragende Auflagefläche. Man kann darauf sitzen, wenn man sich in der Natur nicht trennen mag vom Countryman. Das Öffnen und Schließen der Heckklappe kann (gegen Aufpreis, wie so manches am neuen Soft-Offroader) berührungslos erfolgen.

Keineswegs berührungslos fällt der Blick ins Innenleben aus. Wo einst der mittige Tacho war, regiert jetzt das Navi mit Touchscreen in Gestalt eines 8,8 Zoll großen, hochauflösenden Farbdisplays. Alles edel aufbereitet, rundum Premium-Look, bis hin zu den Kippschaltern, jener für den Motorstart in leuch­tendem Rot.

Erster Steckdosen-Mini

Zur Markteinführung stehen jeweils zwei Benziner und Diesel der jüngsten Generation zur Wahl. Als erster Mini wird der Countryman All4 auch mit Plug-in-Hybrid-Antrieb offeriert. Der 65 kW/88 PS starke Elektromotor leitet seine Kraft an die Hinterachse, während ein Dreizylinder-Ottomotor, der 100 kW/136 PS leistet, die Vorderräder antreibt, bis zu 125 km/h schnell (im rein elektrischen Fahrbetrieb).

Mit an Bord des neuen Countryman sind je nach Budget auch jede Menge Assistenzsysteme und coole Reisebegleiter.

Premium-Look auch am Heck . . .
Premium-Look auch am Heck . . .
. . . und nette Lichtspiele im Cockpit.
. . . und nette Lichtspiele im Cockpit.

Fakten

Mini Countryman

Motoren: Benziner und Diesel, 136 bis 192 PS bzw. 231 PS (John Cooper Works)

Preise: ab 28.300 Euro, All4 31.000 Euro

Markteinführung: bereits erfolgt, Plug-in-Hybrid ab Juni