Ein Motor ganz nach dem Geschmack der Österreicher

20.01.2017 • 12:37 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Eindruck: Das 1,5-Liter-Aggregat hinterlässt einen guten Eindruck. Der Testverbrauch mit nur 4,5 Litern im Alltag ist ein prima Wert – auch die Fahrleistungen sind ganz passabel. Der Mazda3 leistet sich in Summe kaum Schwächen.

Eindruck: Das 1,5-Liter-Aggregat hinterlässt einen guten Eindruck. Der Testverbrauch mit nur 4,5 Litern im Alltag ist ein prima Wert – auch die Fahrleistungen sind ganz passabel. Der Mazda3 leistet sich in Summe kaum Schwächen.

Viel Drehmoment und niedrige Verbräuche: Österreich ist ein Dieselmarkt.

mazda. Der Dieselmotor steht am Pranger. In einigen Ländern ist er längst ein Auslaufmodell. Auch wenn es mit dem Öko-Image der Selbstzünder nicht zum Besten steht, lassen sich heimische Autokäufer davon wenig beirren. Niedrige Verbrauchswerte und viel Drehmoment haben dem Dieselmotor eine große Fangemeinde eingebracht. Und sie wächst weiter, wie jüngste Zahlen belegen. Diesel-Pkw haben im Vorjahr um fünf Prozent zugelegt. Ihr Anteil liegt damit bei über 57 Prozent.

Glücklich kann sich schätzen, wer als Hersteller in Österreich ein breites Portfolio an Dieselmodellen im Angebot hat. Bei Mazda ist das der Fall. Die Aggregate der Japaner haben sich mit ihrer effizienten Skyactiv-Technologie längst als Sparmeister einen Namen gemacht. Seit gut einem Jahr bietet Mazda sein Kompaktmodell, den Dreier, mit einem besonders sparsamen 105-PS-Dieselmotor an. Er soll sich laut Normverbrauch mit nur 3,8 Litern Sprit auf 100 Kilometer begnügen und dank des hohen Drehmoments von 270 Nm dennoch kraftvoll antreten. Im Praxis-Test hat der Mazda3 beide Versprechen größtenteils gehalten. Mit 4,5 Litern zählt er tatsächlich zu den sparsamsten Fahrzeugen seines Segments. Und auch die Agilität ist ganz okay – wenn auch die elf Sekunden für den Sprint auf Tempo 100 kein Topwert sind. Untermotorisiert ist das Kompaktmodell dennoch nicht. Der Selbstzünder hat mit dem nur 1265 Kilogramm schweren Fahrzeug leichtes Spiel. Kurze Schaltwege des manuellen Sechsganggetriebes und eine präzise Lenkung vermitteln durchaus Fahrspaß. Auch der Geräuschkomfort ist sehr ordentlich.

Stimmiges Gesamtkonzept

Wie überhaupt der Mazda3 ein sehr stimmiges Auto ist. Beim Design haben die Japaner ohnedies ins Schwarze getroffen. Der lange Radstand gemeinsam mit den kurzen Karosserieüberhängen sorgt zudem für ein gutes Platzangebot im Innenraum, der sehr aufgeräumt wirkt. Kein Knopf zu viel, keiner zu wenig – alles dort, wo man es vermuten würde. Auch die Qualitätsanmutung und Verarbeitung passen. Es gibt einfach nichts zu meckern. Mazda hat bei seinem Kompaktmodell vieles richtig gemacht und mit dem 105-PS-Selbstzünder den passenden Motor für den österreichischen Markt im Programm. Und daran dürfte sich auch so schnell nichts ändern – allen Schlagzeilen zum Trotz.

Unter dem schicken Blechkleid arbeitet ein hocheffizienter Dieselmotor mit 105 PS Leistung. Fotos: vn/Steurer
Unter dem schicken Blechkleid arbeitet ein hocheffizienter Dieselmotor mit 105 PS Leistung. Fotos: vn/Steurer
Großzügiges Platzangebot im Innenraum.
Großzügiges Platzangebot im Innenraum.
Auch in der Praxis sparsam: 4,5 Liter Testverbrauch.
Auch in der Praxis sparsam: 4,5 Liter Testverbrauch.

Fakten

Motor/Antrieb: 1,5-Liter-Dieselmotor, 105 PS Leistung, 270 Nm Drehmoment, Frontantrieb, manuelle 6-Gang-Schaltung

Fahrleistung/Verbrauch: 0 auf 100 in 11 Sekunden, Spitze bei 186 km/h, Verbrauch 3,8 l (99 g CO2/km), Testverbrauch: 4,5 Liter

Preis: ab 23.490 Euro; Testwagen: 27.910 Euro