Sorgsam aufgefrischter Dauerläufer

Motor / 03.02.2017 • 14:31 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Sehr ansehnlich und komfortabel: Der kompakte RAV4 bekam erst kürzlich ein gelungenes Facelift verpasst. Fotos: vn/steurer
Sehr ansehnlich und komfortabel: Der kompakte RAV4 bekam erst kürzlich ein gelungenes Facelift verpasst. Fotos: vn/steurer

Optisch und technisch durchgestylt gibt der RAV4 den verlässlichen Alltagsbegleiter.

Toyota. Er läuft und läuft und läuft. Seit mehr als 20 Jahren ist der RAV4 im Straßenverkehr unterwegs. Und wenn’s denn sein soll, gelegentlich auch im leichten Gelände auf Achse. Der Dauerläufer dreht mittlerweile in vierter Generation verlässlich seine Runden. Vor geraumer Zeit hat Toyota dem praktischen und familienfreundlichen Kompakt-SUV, der bislang vergleichsweise unauffällig daherkam, eine umfassende Auffrischung verpasst.

Die gründliche Überarbeitung beinhaltet neben einem dynamischeren Antlitz und einer weiteren Aufwertung des Innenraums auch eine neue Motorenvariante sowie modernere Technik und neue Assistenten. Infolge der Frischekur hat der Nippon-Allrounder auch gleich eine leichte Dehnübung durchgemacht und gehört mit einer Außenlänge von jetzt 4,60 Metern und einer Breite von 1,84 Metern nicht gerade zu den kleinen Brocken. Ungeachtet dessen, lässt sich der RAV4 aber auch im Stadtverkehr überraschend leicht manövrieren und problemlos in Parklücken zirkeln. Wer mit dem stadtfein gekleideten Japaner einkaufen fährt, lernt schnell auch die sensorgesteuerte Heckklappe schätzen, die sich mittels Fußbewegung unterhalb des hinteren Stoßfängers öffnen und schließen lässt. Dass dies vergleichsweise langsam vonstatten geht, ist indes gewöhnungsbedürftig. In der Gesamtschau ist der RAV4 allerdings kein müder Geselle. Das offenbart er, wenn es um den Antrieb geht. Unter der Motorhaube unseres VN-Testwagens werkelte ein bayerisches Dieselherz, das die Japaner aus der BMW-Motorenschmiede neu für ihren Kompakt-SUV geordert haben. Der 2,0-l-Selbstzünder leistet 143 PS und wuchtet ein max. Drehmoment von 320 Newtonmeter an die Kurbelwelle. Das garantiert druckvollen Vortrieb. Es entsteht nie der Eindruck, der immerhin 1,6-Tonner mit Vorderradantrieb sei untermotorisiert. Dazu passt das exakte Sechsganggetriebe sowie das Fahrwerk mit einem Kompromiss aus gesunder Härte und langstreckentauglichem Komfort. Allein störend nimmt sich die brummige Gangart des Dieseltriebwerks aus. Davon abgesehen ist der RAV4 aber ein prima Alltagsbegleiter mit echtem Mitnahmeeffekt: Bei bis zu 1735 Liter Ladevolumen lässt sich tatsächlich ordentlich einräumen.

Hinter der Heckklappe ergibt sich viel Platz.
Hinter der Heckklappe ergibt sich viel Platz.
Aufgeräumtes und übersichtliches Cockpit.
Aufgeräumtes und übersichtliches Cockpit.
Eindruck: Der RAV4 ist kein Kraftprotz, legt viel mehr Wert auf ein großzügiges Platzangebot. Die VIP-Lounge-Ausstattung bietet u. a. von 18-Zoll-Alus über ein modernes Navi-/Infotainment-System bis hin zu Ledergestühl und Spurwechselassistent feine Zutaten.

Eindruck: Der RAV4 ist kein Kraftprotz, legt viel mehr Wert auf ein großzügiges Platzangebot. Die VIP-Lounge-Ausstattung bietet u. a. von 18-Zoll-Alus über ein modernes Navi-/Infotainment-System bis hin zu Ledergestühl und Spurwechselassistent feine Zutaten.

Fakten

Motor/Antrieb: Vierzylinder-Turbodiesel, 143 PS, 320 Nm/1750 bis 2250 U/min, Sechsgangschaltgetriebe, Frontantrieb

Fahrleistung/Verbrauch: 0 auf 100 km/h in 9,6 Sek., Spitze. 195 km/h, EU-Norm: 4,7 l (123 g CO2/km), Testverbrauch: 5,9 l Diesel

Preis: Grundpreis: 32.100 Euro, Testwagen: 35.592 Euro

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