Den Golf elektronisch aufgemöbelt

Motor / 10.02.2017 • 14:02 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
VW hat seinen Dauerbrenner weiterentwickelt. Die VN sind den neuen Golf bereits gefahren. Fotos: werk
VW hat seinen Dauerbrenner weiterentwickelt. Die VN sind den neuen Golf bereits gefahren. Fotos: werk

Der ,,neue Golf“ ist das beste Beispiel für die Annäherung von Automobil und Computer.

VW. Was er alles kann und wohin es trotz aller konzernseitigen Turbulenzen geht mit dem absoluten Dauerbrenner zeigt das magische Wörtchen „Update“. Es wird dem Golf VII zwar ein Facelift zuteil, wie es früher einmal war. Aber heißt nicht mehr so – und längst nicht Golf VIII. VW spricht vielmehr ein wenig diffus vom Update der Version sieben des kompakten Dominators aus Wolfsburg ,für den sich Jahr für Jahr Millionen entscheiden.

Erstmals ein Update also für die Nummer 1 in Österreich. Es entsteht der Eindruck, als hätte man den braven Evergreen auf Knopfdruck mit zusätzlichen elektronischen Fähigkeiten angereichert. So wie das auch bei einem Computer passiert, wenn man ihn schneller, sicherer und leistungsfähiger machen möchte. Und was ist dem Golf VII in der Tat an Update widerfahren? Erkennen wir ihn noch als den Klassiker?

Vorweggenommenes Fazit: Das Outfit wurde in der Tradition des Hauses so dezent „geschärft“, dass sich Golf-VII-Eigner nicht schämen müssen für ihr Auto. Aber mehr als genug Anreize vorfinden, um sich eventuell doch für den Update-Golf zu entscheiden: bessere Ausstattung, clevere Assistenzsysteme, die erste Gestensteuerung in einem Kompaktwagen . . .

Neues Hightech-Triebwerk

Zum Highend-Infotainment und zur Fülle automatisierter Fahrfunktionen gesellt sich, zur Grundstimmung passend, auch ein neues Hightech-Triebwerk. Der neue 1,5-TSI-Benziner (130 PS, 4,8 Liter) zählt im Teamwork mit dem neuen 7-Gang-DSG zum Besten und Effizientesten, was bisher an Motoren im Golf verbaut wurde.

Stichwort Motoren: Die Auswahl ist enorm. Das Angebot an Benzinern und Dieseln reicht von 85 bis 310 PS. Und es wird laufend ergänzt. Auch der 1,5 TSI kommt mit Verspätung nach Österreich. Der Start erfolgt mit der Limousine, dem Variant und dem Alltrack am 9. März.

An Variantenvielfalt ist der Golf mittlerweile kaum zu überbieten. Erst gegen Jahresende wird die Golf-Erneuerung mit dem Sportsvan abgeschlossen sein. Dazwischen treten noch die Versionen GTD, GTI, Golf R, Golf GTE und der e-Golf auf den Plan. Unverändert bleibt der Preis für den Einstieg in die Golf-Armada: 19.950 Euro für den 85-PS-Benziner.

Größer, edler

Abgesehen vom spannenden Infotainmentsystem „Discover Pro‘‘ mit Gestensteuerung („Bedienung der Zukunft“) wirkt so manches am elektronisch angereicherten Kompaktklassen-Primus größer und edler. VW hat sich unter dem Druck der Ereignisse über Gebühr angestrengt beim Update.

Die Infotainmentsysteme wurden neu konzipiert und 
erhielten durchgängig größere Touchscreens.
­Unter „allways on“ laufen Online-Services wie „Guide & Inform‘‘ und neue Car-Net-Dienste wie
„Security & Service‘‘.


Wem trotz aller Klugheit nach Power dürstet, der darf sich vom Update auch einiges erwarten. Der neue GTI geht mit 230 PS ins Rennen. 245 PS liefert der GTI Performance. Und im 4motion-R geht’s mit 310 PS schon ziemlich rennmäßig dahin.

Auf jeden Fall schärfer: die neuen Stoßfänger, der Kühlergrill, die witzigen Voll-LED-Rückleuchten.


Der Golf ist für weitere vier Jahre gerüstet.
Der Golf ist für weitere vier Jahre gerüstet.
Neue Technik hat Einzug gehalten.
Neue Technik hat Einzug gehalten.

Fakten

VW Golf – das Update

Motoren: Benziner und Diesel, 85 bis 310 PS
Preise: ab 19.590 Euro

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