Macht viel Übung den Info-Meister?

Motor / 17.02.2017 • 13:39 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
VN-Test: Der Audi A3 quattro bietet das Beste vom Besten in Sachen Traktion und Qualität. Fotos: Oliver Wolf
VN-Test: Der Audi A3 quattro bietet das Beste vom Besten in Sachen Traktion und Qualität. Fotos: Oliver Wolf

Wir haben fleißiges Üben des Virtual Cockpit versprochen. Ergebnis: Es geht schon besser.

Audi. Aus Audi-Sicht ist es das Highlight im Innenraum und verdient allein deshalb schon besondere Zuwendung. Denn wer sich einen A3 quattro leistet, hat ein moralisches Recht darauf, was Besonderes zu erleben. Etwas, was andere noch nicht haben. Fortschritt durch Technik eben. Innen, außen, unten und überhaupt.

Das innovative Bedienkonzept, darauf ist Audi besonders stolz, ziert also erstmals ein Fahrzeug der Premium-Kompaktklasse. Es bildet die wichtigsten „fahrrelevanten Informationen“ hochaufgelöst auf einem Bildschirm mit 12,3-Zoll-Diagonale ab. Imposant, weil man ja für gewöhnlich kleinere Formate vor der Nase hat und smartphonemäßig schon ein wenig drauf trainiert ist, kleine Bildchen zu enttarnen. Eine gute Brille kann da sehr hilfreich sein.

Im A3 mit dem Virtual Cockpit muss man die Augen nicht zusammenkneifen. Beste Sicht ist garantiert, wenn sich das gestochen scharfe Bild vor einem ausbreitet wie ein Mini-Fernseher.

Der Eingriff erfolgt mit der „View“-Taste am Multifunktionslenkrad. Hier kann der Fahrer zwischen zwei Ansichten wechseln. Beide lassen an Größe nichts zu wünschen übrig.

Im klassischen Modus erscheinen die Instrumente so groß wie bei den gewohnten Analoganzeigen. Im Infotainment-Modus hingegen dominiert ein zentrales Fenster, das der Navigationskarte ordentlich Schauraum bietet. Oder diverse Listen aus den Bereichen Telefon, Radio und Audio recht übersichtlich anzeigt. Drehzahlmesser und Tacho verschwinden als kleine Runduhren dezent an den Rand.

Starker Effekt

Es setzt sich also voll in Szene, das Panoramabild, Breitbild-Navi samt dazu passendem Beiwerk. Mäusekino auf höchster Ebene. Der Effekt ist stark. Man muss ihn mögen so direkt vor der Nase.

Die Menüstruktur im MMI-System ist neu konzipiert. Die Bedienung des Multi Media Interface über den in der Mitte dominant angeordneten 7-Zoll-Monitor orientiert sich an Smartphones.

Das MMI Radio plus mit dem elektrisch ausfahrenden Sieben-Zoll-Monitor ist serienmäßig an Bord. Die auf Wunsch erhältliche MMI Navigation plus mit MMI touch (orderbar einschließlich Business-Paket zum Mehrpreis von 2642 Euro) bringt in Verbindung mit dem Zusatz-Baustein Audi connect so allerlei Online-Funktionen ins Auto.

Den Mittelpunkt des MMI-Terminals bildet der runde Dreh-/Drücksteller. Oberhalb und neben der Kommandozentrale erheben sich Kippschalter und Tasten, mit denen man flugs durch die neu konzipierte Menüstruktur navigieren kann. Oder auch nicht. Das Üben geht weiter.

Premium-Anmutung ohne Kompromisse.
Premium-Anmutung ohne Kompromisse.
Lernintensives Infotainmentsystem.
Lernintensives Infotainmentsystem.
Eindruck: Der Audi A3 hat viele Stärken. Er bietet das Beste vom Besten in Sachen Traktion und Qualität. Etwas Geduld und viel Training braucht indes das Infotainment. Hier orten wir zur Halbzeit unseres Dauertests Übertreibungen.

Eindruck: Der Audi A3 hat viele Stärken. Er bietet das Beste vom Besten in Sachen Traktion und Qualität. Etwas Geduld und viel Training braucht indes das Infotainment. Hier orten wir zur Halbzeit unseres Dauertests Übertreibungen.

Fakten

Motor/Antrieb: : 2,0-Turbodiesel, 150 PS/110 kW, 340 Nm, Sechsgangschaltung, Allradantrieb

Fahrleistung/Verbrauch: 0 auf 100 km/h in 8,3 Sekunden, Spitze 214 km/h; Normverbrauch 4,8 l (125 g CO2/km), Testverbrauch: 6,3 Liter auf 100 Kilometer

Preis: 38.591 Euro, Testfahrzeug 49.155 Euro.

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