Zu einem Leichtgewicht abgespeckt

24.03.2017 • 10:43 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die nächste Generation des Suzuki Swift steht in den Startlöchern. Die VN sind die Neuauflage bereits ausführlich gefahren. Fotos: werk
Die nächste Generation des Suzuki Swift steht in den Startlöchern. Die VN sind die Neuauflage bereits ausführlich gefahren. Fotos: werk

Die Leichtigkeit des Seins: Suzuki setzt die nächste Generation des Swift auf Diät.

Suzuki. Der Swift ist eine beeindruckende Erfolgsgeschichte. 5,4 Millionen Exemplare hat der japanische Hersteller weltweit unters Volk gebracht. Auch in Österreich ist der Kleinwagen mit jährlich gut 2500 Neukunden Bestseller der Marke. Jetzt steht ein Generationenwechsel an. Ende April rollt die Neuauflage zu den Händlern. Der Swift wird technisch grundlegend erneuert, bleibt seiner DNA allerdings treu. Er ist eine Art japanischer Mini im Polo-Format. Die extravagante Formensprache hat den Japanern viele junge Kunden gebracht.

Optisch hat Suzuki den Swift mutig weiterentwickelt. Die Front wirkt rundlicher, der Kleinwagen steht satt auf der Straße. Muskulöse Schultern, so die Designer, sollen dafür sorgen wie auch kürzere Überhänge, ein längerer Radstand und die etwas breitere Spur sowie der geduckte Auftritt. Da ein paar Zentimeter mehr, hier einige weniger, und schon mausert sich der Japaner zur Sportskanone.

Unverändert bleiben indes die kompakten Abmessungen in der Länge. Mit nur 3,84 Metern ist er sogar einen Zentimeter kürzer, bietet dennoch bessere Platzverhältnisse. Wie das geht: Die Räder sind mit der neuen Plattform weiter nach vorne bzw. hinten gewandert. Alleine der Kofferraum ist dadurch um beachtliche 54 auf 265 Liter Ladevolumen (947 bei umgeklappten Sitzen) angewachsen.

Leichtbau in Perfektion

Überhaupt ist die neue technische Plattform so etwas wie ein Meilenstein für den Swift. Sie ist ein Meisterwerk in Sachen Leichtbau. Die Japaner haben den Kleinwagen radikal auf Diät gesetzt. 120 Kilogramm hat der Swift zum Vorgänger abgespeckt und ist mit jetzt nur mehr 860 Kilo ein echtes Fliegengewicht.

Der Lohn der Gewichtsreduktion: die Neuauflage des japanischen Bestsellers überrascht mit neuer Leichtigkeit. Was Agilität und Dynamik betrifft, sind die Fortschritte erstaunlich, wie jetzt erste VN-Testfahrten gezeigt haben. Die beiden verfügbaren Aggregate haben sprichwörtlich leichtes Spiel. Das hilft auch der Effizienz der Motoren. Mit nur 4,3 Litern Verbrauch auf 100 Kilometer ist der Swift auch ein Sparefroh.

Für Vortrieb sorgen wahlweise ein 1,2-Liter-Vierzylinder mit 90 PS und ein 1-Liter-Dreizylinder mit 112 PS. In Österreich wird das schwächere Aggregat für viele erste Wahl sein, weil es dieses weiterhin auch mit Allradantrieb (Allgrip) geben wird. Traktion für alle vier Räder bietet im Kleinwagensegment sonst niemand an.

Aufgemöbelt hat Suzuki auch den Innenraum. Sportlicher Look inklusive abgeflachtem Lenkrad passen zum neuen dynamischen Versprechen. Infotainment und Assistenzsysteme entsprechen dem aktuellen Marktangebot. Das großzügig eingesetzte Hartplastik stört bei der Preispositionierung ab 13.000 Euro auch kaum.

Innen: abgeflachtes Lenkrad, sportlicher Look.
Innen: abgeflachtes Lenkrad, sportlicher Look.
Das Leichtgewicht steht satt auf der Straße.
Das Leichtgewicht steht satt auf der Straße.

Fakten

Suzuki Swift
Motor/Antrieb: 1,2-Liter-Vierzylinder Benziner mit 90 PS, 120 Nm Drehmoment, Front- bzw. Allradantrieb; 1-Liter-Dreizylinder-Benziner mit 112 PS, 170 Nm Drehmoment, Frontantrieb; Swift-Sport mit rund 145 PS folgt zum Jahresende

Preis: ab rund 13.000 Euro
Marktstart: Ende April/Anfang Mai

Link zum Video: http://VN.AT/su9Bik