Vorgeschmack auf die VW-Zukunft

07.04.2017 • 12:44 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Mehr Leistung, mehr Reichweite und geschärfte Optik: Der überarbeitete e-Golf steht in den Startlöchern. Fotos: Werk
Mehr Leistung, mehr Reichweite und geschärfte Optik: Der überarbeitete e-Golf steht in den Startlöchern. Fotos: Werk

VW wird elektrisch.
e-Golf und Golf GTE sind ein Vorgeschmack auf die Zukunft.

VW. Alle 40 Sekunden rollt ein VW Golf vom Produktionsband. Mit rund einer Million Exemplaren jährlich ist der Kompakte aus Wolfsburg der meistverkaufte Volkswagen. Besonders erfolgreich schlägt sich der Bestseller in Österreich, wo er seit 39 Jahren die Nummer eins im Segment ist. „Wir wollen mit dem neuen Golf Marktführer bleiben“, sagt Harald Feilhauer, VW-Markenchef von VW in Österreich. Helfen soll dabei ein umfangreiches Update. Optisch sah der Autobauer wenig Grund, im größeren Stil Hand anzulegen. Die Änderungen sind dezent ausgefallen. Das Design wurde lediglich nachgeschärft. Dafür wurde in Digitalisierung und die Antriebstechnik investiert.

Davon sollen die verschiedenen Varianten des Golf profitieren – speziell auch jene mit Alternativantrieben. Mit dem e-Golf und dem GTE gibt der Hersteller einen Vorgeschmack auf die Zukunft. Bis in drei Jahren die ersten Modelle auf einer eigens entwickelten Elektroplattform in den Handel kommen, sollen die aufgewerteten bestehenden Golf-Derivate als Überbrückung dienen. Und sie sollen Volkswagen bei der E-Mobilität auf die Überholspur bringen. 50 Prozent mehr Reichweite werden helfen, gegen die Wettbewerber aufzuholen. Mit realistischen Reichweitenangaben sollen Kunden zurückgewonnen werden, sagt Feilhauer. VW nennt deshalb die genormte Fahrdistanz von 300 Kilometern nur am Rande. Kommuniziert werden in erster Linie die 200 in der Praxis jederzeit machbaren Kilometer Reichweite. Damit werde der neue e-Golf für Berufspendler zur echten umweltfreundlichen Alternative.

Basis für das Reichweitenplus ist eine neue Lithium-Ionen-Batterie mit höherem Energiegehalt. Statt 24,2 kWh stehen jetzt 35,8 kWh zur Verfügung. Der vergrößerte Aktionsradius ist eine Errungenschaft, eine weitere sind die verbesserten Fahreigenschaften. So hat VW auch kräftig an der Leistungsschraube gedreht. Statt 115 PS leistet der Stomer jetzt 136 PS und beschleunigt in nur 9,6 Sekunden auf Tempo 100. Überhaupt wirkt er im Vergleich zum Vorgänger deutlich agiler, wie ausführliche erste Testfahrten der VN gezeigt haben. Schneller ist er jetzt auch. Die Spitze liegt bei 150 km/h.

Öko-Performer

Ebenfalls rein elektrisch kann der Golf GTE fahren. Allerdings ist die Batterie-Reichweite beim Plug-in-Hybrid-Modell mit 50 Kilometer beschränkt. Das reicht für Kurzstrecken. Danach übernimmt ein Benziner. Zum Nachtanken muss der GTE erst nach 880 Kilometern. Die 1,6 Liter Normverbrauch gewinnen speziell vor dem Hintergrund der 204 PS Leistung an Gewicht. Fahrspaß und geringe Verbrauchswerte müssen kein Widerspruch sein.

Überhaupt kann der Golf eine Fahrmaschine sein. Wie sehr, das zeigen der neue GTI Performance und der Golf R. Den Fahrbericht mit allen Details lesen Sie am kommenden Samstag im Motorteil der VN.

In 45 Minuten 80 Prozent Reichweite nachladen.
In 45 Minuten 80 Prozent Reichweite nachladen.
Golf GTE: 50 Kilometer elektrische Reichweite.
Golf GTE: 50 Kilometer elektrische Reichweite.

Fakten

e-Golf: E-Motor mit 136 PS, 290 Nm Drehmoment, 300 km Reichweite (200 Praxis-Kilometer), Lithium-Ionen-Batterie (35,3 kWh)

Golf GTE: 1,4-Liter TSI mit150 PS, E-Motor mit 102 PS, Systemleistung 204 PS, Normverbrauch: 1,6 Liter

Preis: Ab 37.990 Euro (e-Golf), 40.900 (GTE), Marktstart: e-Golf (Ende April); GTE bereits erfolgt

Link zum Video: http://VN.AT/su9LlN