Vorbote für eine elektrische Zukunft feiert Premiere

21.04.2017 • 12:32 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Skoda Vision E ist ein Vorbote der elektrischen Zukunft. Bis in drei Jahren soll das erste E-Modell auf den Markt kommen.  Foto: Werk, sp-x
Der Skoda Vision E ist ein Vorbote der elektrischen Zukunft. Bis in drei Jahren soll das erste E-Modell auf den Markt kommen. Foto: Werk, sp-x

Skoda gibt auf der Messe in Shanghai einen Ausblick auf sein erstes Elektromodell.

Skoda. Bei der Elektro-Offensive, die der Volkswagenkonzern ab 2020 mit den sogenannten I.D.-Modellen fahren will, möchten die Töchter kräftig mitmischen. Als erste Marke meldet sich Skoda. In Shanghai präsentieren die Tschechen nach über 120 Jahren klassischen Automobilbaus ihr erstes Elektroauto, genannt: „Vision E“. Der knapp 4,70 Meter lange Crossover, ein Mix aus SUV und Coupé, soll in spätestens drei Jahren als Serienmodell auf dem Markt sein.

„Die Vision E verkörpert perfekt unsere Elektromobilitätsstrategie“, sagt Bernhard Maier, der Vorstandschef von Skoda. Und ergänzt: „Es werden weitere Elektromodelle folgen.“ Bis 2025 wird Skoda neben Plug-in-Hybriden fünf rein elektrisch angetriebene Modelle im Programm haben. „Von diesem Zeitpunkt an wird jeder vierte weltweit verkaufte Skoda einen Plug-in-Hybrid- oder reinen Elektroantrieb haben“, so Maier.

Die Basis dabei bildet der sogenannte MEB, der modulare Elektrifizierungsbaukasten. Auf dieser konzernweit entwickelten Architektur wird eine Vielzahl an E-Autos mit den unterschiedlichsten Karosserieformen stehen. Hatchback (Golf), Minivan, Crossover, SUV, Limousine, Coupé und Lieferwagen gelten als gesetzt. Und wer weiß, vielleicht gibt es eines Tages sogar ein Cabriolet, mit dem sich die frische Frühlingsluft lautlos genießen lässt.

Dass Skoda China als Premieren-Land für seine Vision E wählt, hat seinen Grund. Das Reich der Mitte will zum einen seine Smogprobleme in den Großstädten in den Griff bekommen, zum anderen zum Leitmarkt für emissionsfreies Fahren aufsteigen. Schon heute ist China der größte Elektromarkt der Erde. Hier werden rund dreimal so viele Stromer neu zugelassen wie im Rest der Welt zusammen.

500 Kilometer Reichweite

Angetrieben wird der Skoda Vision E von gleich zwei Elektromotoren. Einer sitzt an der Vorderachse (102 PS), der andere mit 204 PS an der Hinterachse, was den Crossover zu einem wintertauglichen Allradfahrzeug macht. Die gemeinsame Leistung beträgt 306 PS. Dennoch begrenzt Skoda die Höchstgeschwindigkeit auf 180 km/h. Darüber würde die Batterie sonst zu schnell leer werden. In der Studie hat sie eine Kapazität von 83 kWh. Anders könnte Skoda sein Versprechen nicht halten, mindestens 500 Kilometer mit einer Batterieladung fahren zu können.

Das Design der Studie Vision E stammt noch von Skodas Ex-Designchef Jozef Kaban. Er wechselte kürzlich zu BMW. Auffallend sind die stark betonte Coupé-Form und der Verzicht auf den mittleren Türpfosten. Letzteres wird allerdings keinen Einzug in die Serie finden.

Skoda-Chef Bernhard Maier kündigt gleich mehrere E-Modelle an.
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