Über Stock und über Stein und auch am roten Teppich

Motor / 30.06.2017 • 11:12 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Schicker Lifestyle-Kombi mit mehr Bodenfreiheit und Offroad-Technik. Fotos: VN/Steurer
Schicker Lifestyle-Kombi mit mehr Bodenfreiheit und Offroad-Technik. Fotos: VN/Steurer

Kombi auf Abwegen. Warum der A4 allroad jetzt noch besser ins Gelände passt.

Audi. Ein schicker Kombi mit feiner Technik auch für unbefestigte Straßen. Dieses ungewöhnliche Konzept hatte 2009 noch für Erstaunen gesorgt. Das ist Geschichte. Der Audi A4 allroad quattro hat sich längst einen fixen Platz im Angebot des Ingolstädter Autobauers erkämpft und fährt jetzt in der zweiten Generation gründlich verbessert vor. Er kann alles ein wenig besser. Noch stylischer und noch mehr Abenteuer versprechend.

Der A4 Avant ist eine Erfolgsgeschichte. Die allroad-Variante füllt eine Nische in der Modellfamilie. Als Kombi mit mehr Bodenfreiheit und Offroad-Technik verbindet er gleich mehrere Welten. „Gut gekleidet“, wo immer man hinkommt: ob roter Teppich oder Alphütte. Diese Kombination hat Fantasie.

Die Eleganz hat der allroad vom Basismodell. Als Draufgabe sind kraftvoll ausgestellte Radläufe, eine sportliche Front und der markante Unterfahrschutz Serie. Das lässt ihn zwar robuster, aber keinesfalls weniger schick wirken. Ganz im Gegenteil: Das optische Offroad-Paket steht dem A4 gut zu Gesicht.

Mehr Bodenfreiheit

Um das Abenteuer-Versprechen halten zu können, hat Audi den Kombi auf höhere Beine gestellt. 3,4 Zentimeter helfen auf unbefestigtem Untergrund. Serienmäßiger Allradantrieb ist freilich auch mit an Bord. So könnte man, wenn auch noch das Offroad-Fahrprogramm gewählt wurde, schon ziemlich viel machen. Das gab es beim Vorgänger noch nicht. Da waren fünf Modi wählbar, jetzt ist ein weiterer dazugekommen. Ob der in der Praxis oft im Einsatz sein wird, ist eher fraglich. Denn auf Schotter zur Alphütte kommt der A4 allroad auch so. Aber gut zu wissen, dass man auch mehr könnte, wenn man wollte. So etwas beruhigt.

Gut ist auch, dass es dort, wo der allroad am häufigsten bewegt wird, kaum Abstriche gibt. Aber natürlich ist das Plus bei der Bodenfreiheit auf Asphalt eher ein Minus. Um das zu erleben, muss man in Kurven aber schon ziemlich ans Limit gehen. Und das ist beim Audi A4 bekanntermaßen spät erreicht. Die Präzision von Lenkung und Fahrwerk sind unverändert eine Stärke der Marke mit den vier Ringen.

Präzise geht es auch im Innenraum zu. Materialqualität und Verarbeitung sind exzellent. Die Anmutung ist sachlich geblieben. Das Platzangebot okay. Eine Riese war der A4 innen noch nie. Das hat sich auch mit der zweiten allroad-Generation nicht geändert. Mit 505 Liter Ladevolumen erweiterbar auf 1510 Liter geht es aber auch im Gepäckabteil nicht beengt zu.

Das 2-Liter-Dieselaggregat mit 163 PS in Kombination mit 7-Gang-Automatik sind eine feine Mitgift. Effizienz und Fahrspaß stehen in guter Relation.

Schicker kann man nicht ins Unterholz – auch wenn das Abenteuer meist wohl nur im Kopf stattfindet.

Robuste Optik mit Unterfahrschutz.
Robuste Optik mit Unterfahrschutz.
Sachlich eingerichtet, präzise Verarbeitung.
Sachlich eingerichtet, präzise Verarbeitung.
Eindruck: Mit einem neuen Offroad-Fahrprogramm, serienmäßigem Allradantrieb und mehr Bodenfreiheit kann der A4 allroad auch abseits befestigter Straßen. Aber wer will mit so einem schicken Kombi schon ins Gelände?

Eindruck: Mit einem neuen Offroad-Fahrprogramm, serienmäßigem Allradantrieb und mehr Bodenfreiheit kann der A4 allroad auch abseits befestigter Straßen. Aber wer will mit so einem schicken Kombi schon ins Gelände?

Fakten

Motor/Antrieb: 2-Liter Dieselmotor mit 163 PS Leistung, 400 Nm Drehmoment, 7-Gang S-tronic, quattro-Allradantrieb

Fahrleistung/Verbrauch: 0 auf 100 in 8,3 Sekunden, Spitze bei 210 km/h, Verbrauch 4,9 Liter (128 g CO2); Test: 6,1 Liter

Preis: ab 46.580 Euro; Testfahrzeug: 59.922 Euro