Erste Eindrücke: So fährt sich der überarbeitete Ford Edge

Motor / 02.03.2019 • 15:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Runderneuert geht das SUV-Flaggschiff von Ford auf Kundenjagd.  werk
Runderneuert geht das SUV-Flaggschiff von Ford auf Kundenjagd. werk

Mit Runderneuerungen geht es flott voran bei Ford. Jüngstes Beispiel: das SUV-Topmodell Edge.

Ford Vor Jahresfrist erst so einigermaßen bekannt geworden, agiert jetzt bereits eine runderneuerte Version auf dem Markt. Der neue Edge bietet mehr Glamour, mehr Performance, Komfort und Assistenzsysteme. Überhaupt ist nunmehr auch Ford Europa voll auf den SUV-Zug aufgesprungen. Auch Focus, Fiesta und sogar der kleine KA machen unter dem Titel ,,Ford Active“ auf SUV.
Vermutlich ist die Hinwendung zum äußerst dehnbaren Konzept Sport Utility Vehicle als Konzernstrategie zu betrachten. Ford muss sparen, jenseits und diesseits des großen Teichs. Ähnlich wie bei GM ist deshalb auch bei Ford eine Debatte entbrannt, nur noch auf SUV zu setzen statt auf Vans oder Limousinen. Die europäischen Ford-Manager, auch die österreichischen, halten zwar nach wie vor Mondeo, Fiesta & Co. die Treue, weil die Absatzzahlen stimmen (die besten seit etwa zehn Jahren). Aber dem Edge kommt aus Ford-taktischer Sicht mehr Bedeutung zu als es auf den ersten Blick den Anschein hat. Der SUV-Vormarsch scheint sogar wichtiger zu sein als die Entwicklung von Elektromodellen, bei denen Ford, wie es scheint, den Anschluss ziemlich verloren hat.

Stark bei Komfort und Sicherheit

Das Make-up des Edge ist also das aktuelle Highlight der Ford-Strategie in Sachen SUV. Schon auf dem Markt, präsentiert sich das 4,83 Meter lange, geräumige SUV kraftvoll und mit einem gewissen Chic in den Ausstattungsvarianten ST-Line und Vignale zu Preisen ab 61.250 Euro. Zudem bietet Ford als ,,Investition in die Zukunft“ einen verlockenden Aktionspreis von 49.990 Euro an (2.0 EcoBlue, 238 PS, ST-Line).
Auch der neue Edge kann jetzt als ,,technologisch fortschrittlichstes Ford-Sport Utility Vehicle für europäische Kunden“ mit allen gängigen Komfort- und Sicherheitssystemen aufwarten. Auch auf der Datenautobahn lässt der komfortable Allradler kaum Wünsche offen. Induktives Laden eliminiert den Kabelsalat.

Kräftiger Antrieb

riert ein Zweiliter-Biturbodiesel mit 238 PS in Verbindung mit Allradantrieb und einer Achtgangautomatik SUV-gerechte Fahrleistungen für das 2,1-Tonnen-Auto und eine für einen Vierzylinder bemerkenswerte Laufruhe. Ford gibt für das neue Triebwerk einen Verbrauch von 6,6 Liter auf 100 Kilometer und CO2-Emissionen von 176 g/km an. Als Alternative steht der bekannte 180-PS-Zweiliter TDCI (Diesel) zur Wahl.

Sehr ordentlich ausgestattet: Ford setzt auf Komfort und Sicherheit.werk
Sehr ordentlich ausgestattet: Ford setzt auf Komfort und Sicherheit.werk

„Total Traction“ heißt das Allradsystem. Es misst permanent die Haftung der Reifen und sorgt für den optimalen Drehmomentübergang zwischen den vier Rädern. Man spürt davon nichts. Der Edge hält sich auch bei heiklen Bedingungen, von meterhohen Schneewänden umgeben, tapfer auf der Straße.

Der Ford Edge hält sich auch bei heiklen Bedingungen mit viel Schnee tapfer auf der Straße.

Franz Muhr, VN-Motorjournalist

,,Ford Active“ nennt sich die um 23 Millimeter höher gelegte neue Produktfamilie. Sie ist mit zahlreichen SUV-Attributen und etlichem Sonderzubehör ausgestattet und umfasst die Modelle Focus, Fiesta und KA+. Die SUV-ähnlich auftretenden Active sind auch als Allradler zu haben. fam

Sehr ordentlich ausgestattet: Ford setzt auf Komfort und Sicherheit. Werk
Sehr ordentlich ausgestattet: Ford setzt auf Komfort und Sicherheit. Werk

Fakten

Motor/Antrieb: Zweiliter-Turbodiesel, 238 bzw. 180 PS, Achtgangautomatik oder Sechsgangschaltgetriebe

Preis: ab 61.250 Euro, Leasing-Aktionspreis: 49.990 Euro