Erster Test: So gut ist der neue Range Rover Evoque

Motor / 31.03.2019 • 11:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Range Rover Evoque: mit reduziertem Kleid, ausgeweiteter Technik und mild hybridisierten Antrieben. werk

Der Evoque fährt von Grund auf erneuert in seine zweite Generation.

Athen Den Beweis, dass man nicht allen gefallen und auch gar nicht freundlich dreinschauen muss, um erfolgreich zu sein, hat der Range Rover Evoque anschaulich geliefert. 215 Preise hat der fast arrogant grantige Blick dem Engländer eingetragen, mehr als 800.000 Käufer haben bisher zugeschlagen. Mit der Neuauflage hat Land Rover die rasche Komplettierung der ersten Million im Visier.

Für die zweite Generation des unverändert knapp 4,4 Meter langen Edel-SUV haben es die Entwickler nur in Bezug auf die Türscharniere beim Alten belassen. Sie haben das Exterieur geglättet, inklusive bündig sitzender LED-Scheinwerfer und versenkbarer Türgriffe, auf Fünftürigkeit reduziert (macht fürs Erste eine Cabrio-Version obsolet), Aufhängung und Fahrwerk neu konstruiert, im Interieur digitales Cockpit und Infotainment-System mit dualem Touchscreen implantiert, ihm ein Mehr an Watttiefe spendiert (jetzt 600, vorher 500 Millimeter), eine höhere Stufe des Allradantriebssystems sowie eine Fülle elektronischer Komfort- und Sicherheitsassistenten installiert. Ganz neu sind ein virtueller Rückspiegel (selbstreinigende Kamera in der Sharkfin-Antenne liefert erweiterten Heck-Überblick auf ein 9,5-Zoll-Display) und eine sogenannte transparente Motorhaube (Kameras in Außenspiegeln und im Kühlergrill liefern ein Unterboden-Bild aufs Zentraldisplay der Mittelkonsole).

Mild-Hybrid mit an Bord

Betreffend die Antriebsstränge ist es im Prinzip bei der je dreifachen Benziner- und Dieselleistungsauswahl des hauseigenen Zweiliter-Vierzylinder-Turbos geblieben, ebenso bleibt es bei der Bandbreite von 150 bis zu 300 PS. Doch sind, ausgenommen der Einstiegsdiesel (150 PS), die Motoren jetzt Mild-Hybride mit riemengetriebenem Startergenerator und 48-Volt-Bordnetz. Der Basis-Selbstzünder ist auch der einzige Fronttriebler samt manuellem Sechsganggetriebe, alle anderen Varianten sind serienmäßig mit Allradantrieb zusammengespannt und mit neunstufiger Wandlerautomatik.

Die Summe seiner neuen Eigenschaften demonstrierte der Evoque II als 249-PS-Beziner und als 250-PS-Diesel in Griechenland, zwischen Athen, Korinth und dem Peloponnes auf allen Arten von Fahrbahnen: entspannt-komfortabel auf der Autobahn, flott-flitzig auf schnellen Landstraßenkurven, überaus spurpräzise auf kniffligem Untergrund à la Schmalspurbahn-Brücke, Bachbett & Flusslauf, agil-leichtfüßig auf steilen Anstiegen und Gefällen, völlig verspann- und klapperfrei auf zerfurchten, mit Felsbrocken übersäten Gebirgspfaden. BKH

Range Rover Evoque

Motor/Antrieb 2,0-l-R4 mit 200, 249, 300 PS, Diesel: 2,0-l-R4 mit 150, 180, 240 PS/man. 6-Gang-Getriebe, 9-Stufen-Wandlerautomatik. Wahlweise als Frontvariante ober mit Allradantrieb.

Preis ab 40.800 Euro

Marktstart Anfang April