Solides Vielzweckmobil mit echtem Mitnahme-Effekt

Motor / 03.05.2019 • 09:36 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Auffälligkeit im Zeichen des Löwen: Der raumgreifende Peugeot Rifter L2 ist weniger fürs Gefühl gemacht, sondern will lieber Nutzen stiften. VN/Steurer
Auffälligkeit im Zeichen des Löwen: Der raumgreifende Peugeot Rifter L2 ist weniger fürs Gefühl gemacht, sondern will lieber Nutzen stiften. VN/Steurer

Der Peugeot Rifter L2 hat so richtig was auf dem Kasten.

peugeot Wer von Haus aus so etwas wie eine volle Hütte kennt, der liegt mit einem Peugeot Rifter als Alltagsbegleiter im Straßenverkehr sicher nicht schlecht. Gerade in der Konfektionsgröße XL mit einer Außenlänge von 4,75 Meter zelebriert der frisch durchgestylte Franzose, der seinen spröden Charme indes nicht ganz ablegen kann, die volle Hingabe ans Raumgefühl. Da finden bei einer 3-Reihen-Bestuhlung insgesamt sieben Passagiere lässig Platz. So wird der Rifter L2 tatsächlich zum Kinder-Wagen für die Großfamilie. Gut vorstellbar ist allerdings auch, die vorsteuerabzugsberechtigte Löwen-Lade-Langversion als Rufbus für einen spontan-geselligen Vereinsausflug zu verwenden.

Hohes Dach, große Klappe mit separat öffnender Heckscheibe, Schiebetüren: Diese Beigaben machen den Rifter zum Transportmeister. Mit 1050 bis maximal 4000 Liter Fassungsvermögen – von den hinteren Sitzreihen freigemacht – gerät das Gepäckabteil zum Lagerraum. In die Höhle des Löwen passen Mountainbikes, Lattenrost oder Kübelpflanzen locker hinein. Drunter und drüber im besten Sinne geht es hinsichtlich der vielen praktischen Ablagefächer, die finden sich – so um die zwei Dutzend sind es – bis unters Dach. Die Instrumente im sachlich-nüchternen Cockpit folgen einer logischen Anordnung, allein das vergleichsweise kleine Lenkrad ist gewöhnungsbedürftig. Unterhaltsam ist es, mit dem Rifter unterwegs zu sein, dafür sorgt ein gut strukturiertes Infotainmentsystem. Und froh ist man außerdem über die elektronischen Helferlein wie Rückfahrkamera und Einparkhilfe, denn der Raumriese ist bei der Übersichtlichkeit eine echte Herausforderung. In Bewegung gebracht, gab sich der RifterL 2 im VN-Test als genügsamer Geselle ohne die Neigung zu übertriebener Dynamik. Mit dem 1,5-l-Turbodiesel mit 130 PS unter der Haube schwingt sich der 1,7-Tonner zu wackeren Fahrleistungen auf. In schnellen Wechselkurven neigt der Hochdachkombi allerdings dazu, einen zu verschaukeln. Ansonsten bleibt der wuchtige Löwentyp aber schön auf dem Boden der Tatsachen. Schließlich sorgt beim Fronttriebler das fünf Fahrmodi umfassende Traktionssystem Grip Control dafür, dass er überaus trittsicher unterwegs ist. VN-HGP

Laufruhig geht es mit dem Turbodiesel dahin, der dem Rifter zu wackeren Fahrleistungen verhilft.

Fakten und Daten

Motor/Antrieb 1,5-l-Vierzylinder-Turbodiesel, 130 PS, 300 Nm/1750 U/min, Frontantrieb, 6-G-Schaltung

Fahrleistung/Verbrauch 0 – 100 km/h: 10,6 Sek., Spitze: 183 km/h, Norm: 4,5 l (120 g CO2/km),Test: 5,7 l

Preis Grundpreis (Active): 27.300 Euro, Testauto (GT-Line): 31.100 Euro