Stärkenoptimierung hoch 3

Motor / 10.05.2019 • 10:01 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der Kühlergrill ist die markanteste optische Änderung an der zweiten Generation des Audi Q3.VN/Steurer
Der Kühlergrill ist die markanteste optische Änderung an der zweiten Generation des Audi Q3.VN/Steurer

Bei der zweiten Generation des Audi Q3 wurden Selbstsicherheit und Platzangebot deutlich erhöht.

Audi Was ein neu gestalteter Kühlergrill in der Optik so alles ausmacht. Wobei das Wort Kühlergrill in der modernen Autosprache gar nicht mehr verwendet wird. „Singleframe“ heißt es da. Beim neuen Audi Q3 kommt er achteckig daher und symbolisiert designmäßig eine deutliche Sprache. Markant, robust, stattlicher oder einfach selbstbewusster zeigt sich der Ingoldstädter nun in zweiter Generation.

Das tut ihm jedenfalls gut. Nicht nur weil die Konkurrenz wahrlich nicht schläft und immer mehr SUV mit neuer optischer Selbstsicherheit aufwarten.

Deutlich mehr Platz

Beim Q3 leistet auch das Platzangebot seinen Beitrag dazu. Er ist mit jetzt 4,48 Metern um zehn Zentimeter länger und zwei Zentimeter breiter als die Vorgängergeneration. Das bringt vor allem den Passagieren auf der Rückbank und dem Kofferraum mehr Raum. Dessen Volumen reicht je nach Positionierung der Rückbank von 530 bis 1525 Liter. Somit verschafft sich Audi hier ein zusätzliches Kaufargument.

Innen hat sich der Q3 auf digital ausgerichtet. Das digitale Kombiinstrument mit 10,25-Zoll-Diagonale, das über das Multifunktionslenkrad bedient wird, ist serienmäßig. Steigern kann man sich über Aufpreis hin zum Virtual Cockpit, wo man die Anzeigen je nach Belieben anordnen kann. Auch das ist ein Feature, das sich in der Branche immer mehr durchsetzt. Verzichten muss man allerdings auf ein Head-Up-Display. Ansonsten überzeugt der Q3, der im ungarischen Werk Győr vom Band läuft, aber nicht nur mit Audi-typischer intuitiver Bedienbarkeit, sondern auch mit Hochwertigkeit bei Materialien und Verarbeitung.

Agil ohne Ausreißer

Zudem zeigt sich der Ringe-Typ dank gut abgestimmtem Fahrwerk ruhig und dennoch agil ohne hörbare Ausreißer. Dazu kommen eine präzise Lenkung und eine angenehm sportliche und dennoch übersichtliche Sitzposition. Der Turbodiesel glänzt mit Durchzugskraft. An Sicherheitssystemen sind in Serie Geschwindigkeitsbegrenzer, Spurwechselwarnung und Spurhalteassistent an Bord. Wobei letzterer wie bei vielen Konkurrenzfahrzeugen auch nicht bei allen Fahrbahnmarkierungen reibungslos funktioniert. Erhältlich sind bislang drei Benziner und zwei Dieselmotoren in Kombination mit Front- oder quattro-Antrieb in der Bandbreite von 150 bis 230 PS.

Audi hat also in zweiter Generation einen ambitionierten SUV auf den Markt gebracht, der nicht nur optisch, sondern auch technisch überzeugt. Und der Preis? Da findet sich das sprichwörtliche Haar in der Suppe. Denn der Q3 ist beim Einstiegsmodell ab knapp 36.000 Euro zu haben und lässt sich dank vieler Sonderfeatures preislich ziemlich nach oben treiben. Somit landet man schnell in anderen Sphären.

Mit dem Q3 hat Audi einen ambitionierten SUV kreiert, der optisch wie auch technisch überzeugt.

Eine Stärke: Technisch ambitioniert und dennoch intuitiv bedienbar.
Eine Stärke: Technisch ambitioniert und dennoch intuitiv bedienbar.
Der Kühlergrill ist die markanteste optische Änderung an der zweiten Generation des Audi Q3.VN/Steurer
Der Kühlergrill ist die markanteste optische Änderung an der zweiten Generation des Audi Q3.VN/Steurer

Fakten und Daten

Motor/Antrieb 4-Zylinder-Turbodiesel, 150 PS, 340 Nm bei 1750-3000 U/min, Allradantrieb, 6-G-Schaltgetriebe

Fahrleistung/Verbrauch 0-100 km/in 9,3 Sek., Spitze: 211 km/h, EU-Norm: 5,5 l (145 g CO2/km) Test: 7,1 l

Grundpreis 43.310 Euro (Testauto: 70.777 Euro)