Dieser Lord weist in die Zukunft

Motor / 24.05.2019 • 09:33 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Prestige in Form gebracht: Den schicken Range Rover Sport gibt es auch mit Batterie-Unterstützung.VN/Steurer
Prestige in Form gebracht: Den schicken Range Rover Sport gibt es auch mit Batterie-Unterstützung.VN/Steurer

NoVA-frei, emissionsfrei, aber längst nicht emotionslos: Range Rover mit Batterie-Unterstützung.

Range Rover Vom ökologischen Standpunkt aus lässt sich freilich schon grundsätzlich über die Sinnhaftigkeit eines Fahrzeugs im Format des Range Rover Sport streiten. Groß, schwer und alles andere als windschnittig: das sind nun mal unbestritten die Gene des edlen Briten. Prestige in Form gebracht: So steht der Rangie für eine angemessene Fortbewegung der oberen Zehntausend. Und die dürfen sich neuerdings über ein grünes Mascherl freuen. Der Öko-Aufputz steht gänzlich im Widerspruch zum durstigen Image. Dieses Luxus-SUV kann also auch anders. Es weist, wenn man so will, in die Zukunft der Marke. Mit Batterie-Unterstützung wird der Range Rover Sport zum Leisetreter und Spritsparer, verbraucht laut Norm lediglich 3,2 Liter auf 100 Kilometer und bremst damit den Finanzminister aus. Weil er streckenweise emissionsfrei unterwegs ist, gibt es ihn auch NoVA-frei. Und wer spart nicht gern bei der Finanz?

Geschuldet ist die steuerliche Bevorteilung der Plug-In-Hybridtechnologie, die den mächtigen Engländer in der Theorie 51 Kilometer rein elektrisch vorankommen lässt. In der Praxis, das hat der VN-Test gezeigt, sind zumindest 30 Kilometer drin. Damit schaffen die meisten den Weg zur (eigenen) Firma und zurück. Im ausschließlichen Batteriebetrieb ist die Fortbewegung eher gemächlicher Natur. Schaltet das 4-Zylinder-Benzinaggregat zu und beide Antriebe werken gemeinsam, geht allerdings schon so richtig was vorwärts. 404 PS Leistung (640 Nm Drehmoment) sorgen für standesgemäßen Vortrieb. Mit einer Sprintzeit von 6,7 Sekunden wird der Range Rover auch seinem Namenszusatz Sport gerecht. Zu den feinen Fahrleistungen gesellen sich noch feinere Manieren. Die Luftfederung arbeitet straff und komfortabel gleichermaßen. Fühlt sich gut an, dieser Zukunftsrangie.

Wenn mit fühlen auch die Haptik gemeint ist, dann trifft das überdies auf den großzügig bemessenen Innenraum zu. Verarbeitung und Materialien sind über alle Zweifel erhaben. Auch die beiden aus dem Velar bekannten Touchscreens sorgen für eine Aufwertung. Selbst verwöhnte Automobilisten haben da wenig zu meckern. Was die Platzverhältnisse betrifft, gibt es eine kleine Einschränkung. Wegen der Batterien fällt die Siebensitzer-Option weg. Das Raumangebot ist dennoch hervorragend.

Wo Range Rover drauf steht, ist Geländetauglichkeit drin. Da spielt es auch keine Rolle, ob der Antrieb auf Batterie-Hilfe setzt. Trotz des Mehrgewichts (rund 300 Kilo) eine prima Antriebsalternative.

Elektrisch sind in der Praxis 30 Kilometer drin. Mit beiden Motoren ist die Performance richtig gut.

Prestige in Form gebracht: Den schicken Range Rover Sport gibt es auch mit Batterie-Unterstützung.VN/Steurer
Prestige in Form gebracht: Den schicken Range Rover Sport gibt es auch mit Batterie-Unterstützung.VN/Steurer

Fakten und Daten

Motor/Antrieb 4-Zylinder-Benziner und E-Aggregat mit 404 PS Leistung, 640 Nm; 8-Gang-Automatik, Allrad

Fahrleistung/Verbrauch 0 auf 100 in 6,7 Sek, Spitze 220 km/h, Verbrauch 3,2 l (Test: 6,9 Liter)

Preis ab 92.600 Euro; Testwagen: 100.731 Euro