Frischekur für Porsches Sportler-SUV Macan

08.06.2019 • 14:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der Porsche Macan ist in jeder Hinsicht ein ebenso spannender wie spurtreuer Wegbegleiter. STIPLOVSEK

Auch als dezenter Vierzylinder-Benziner ist der Zuffenhausener Midsize-Allradler ein reizvoller Charaktertyp.

Hans Günter Pellert

Porsche Einmal rund ums Auto herum. Und wir stellen dabei fest, dass der Neue irgendwie ganz der Alte geblieben ist. Oder? Na ja, beim genauen Hinschauen fallen einem dann schon die diversen Unterschiede zum Vorgänger auf. Tatsächlich hat Porsche bei der aktuellen Modellpflege für den Midsize-SUV Macan, der nun seit fünf Jahren sehr erfolgreich unterwegs ist, eine vergleichsweise behutsame Karosserie-Kosmetik vorgenommen.

Neues Heckleuchtenband

Die frische Schminke, die der schwäbische Hochsitz-Sportler erfahren hat, ist zumindest vorne augenfällig unauffällig ausgefallen. Der vollführte Feinschliff äußert sich in einem neuen Bugspoiler, sowie neuen Lufteinlässen und nun auch serienmäßig verfügbaren LED-Hauptscheinwerfern. So aufgewertet streckt der Macan seine Nase noch einen Tick selbstsicherer in den Wind. Das pralle Heck umfasst nun ein dreidimensionales durchgehendes LED-Leuchtenband, das schon die Markenbrüder des Macan ziert und gleichsam die neue Porsche-Identität darstellt.

Von außen nach innen betrachten, sorgen beim Interieur verfeinerte Oberflächen sowie ein auserlesener Materialmix aus Leder, Kunststoffen und Metall für eine gesteigerte Wertanmutung. Angesichts der Premiumpreise, die Porsche für den aufgefrischten Macan aufruft, darf das indes auch erwartet werden. Genauso wie das weiter aufgerüstete Infotainment- und Navi-System, das alle Stücklein spielt. Wirklich schade ist nur, dass Porsche im ansonsten ausgefeilten Macan-Cockpit darauf verzichtet hat, die immer noch mit allerlei Tasten, Knöpfen und Reglern überfrachtete Mittelkonsole zu entrümpeln. Als eine sehr angenehme Neuerung empfindet man hingegen das größere 11-Zoll-Touchscreendisplay sowie den Fahrmodus-Drehschalter am optionalen GT-Sportlenkrad und feinsinnige elektronische Helferlein an Bord wie den Anti-Wank-Assistenten oder den Stauschlauberger.

Ordentliche Schubkraft

Der knapp 4,70 Meter lange Macan lockt mit seiner Großspurigkeit im Midsize-Format und will als richtig stadtfein gemachter Allradtyp gleichzeitig einen gewissen Geländeappeal suggerieren. Ungeachtet dessen sind Asphaltpisten das bevorzugte Terrain des sportlich ausgelegten Hochsitz-Porsches. Im VN-Test mit dem 245 PS -Basisbenziner konnten wir erfahren, dass der gewichtige 1,8-Tonner eine ordentliche Schubkraft entwickelt, genauso wie über das Doppelkupplungsgetriebe im Zeitraffer die erforderlichen Gangwechsel erfolgen. Das feinfühlige Allradsystem verteilt dabei die Leistung voll variabel zwischen Vorder- und Hinterachse.

Was unterwegs richtig Spaß macht, ist, dass sich der Porsche-SUV konsequent der Fahrdynamik verschreibt, allerdings auch den notwendigen Komfort nicht vermissen lässt. Dafür sorgt unter anderem die Luftfederung. So schafft der Magermotor-Macan denn auch den Spagat zwischen geschmeidigem Cruiser und ehrgeizigem Kurvenkünstler.    

Daten und Fakten

Motor/Antrieb 2,0-l-Vierzylinder-Turbobenziner, 245 PS, 370 Nm/1600 bis 4500 U/min, Allradantrieb, 7-G-Doppelkupplungsgetriebe.

Fahrleistung/Verbrauch0 – 100 km/h: 6,5 Sek., Spitze: 225 km/h, Norm: 8,1 l (231 g CO2/km), Test: 9,3 l

Preis Grundpreis: 70.646 Euro, Testauto: 104.293 Euro

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