Audi hat seinen Bestseller frischgemacht

Motor / 19.07.2019 • 09:19 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Den Audi A4 gibt es auch in der nächsten Generation wieder als Allroad mit robuster Offroad-Optik.werk
Den Audi A4 gibt es auch in der nächsten Generation wieder als Allroad mit robuster Offroad-Optik.werk

Das kann der neue A4: gestraffte Optik, elektrifizierte Aggregate und modernisiertes Bediensystem.

Audi Die aktuelle Generation des Audi A4 hat erst vier Jahre am Buckel, wirkt noch immer frisch. Dennoch bekommt der Bestseller im Herbst ein umfangreiches Update. Die Zeit bleibt eben nicht stehen. Gerade bei Themen wie Vernetzung hat die Entwicklung Fahrt aufgenommen. Davon soll auch das Mittelklassemodell aus Ingolstadt profitieren. Wir konnten die Neuauflage schon Monate vor dem Marktstart erstmals fahren.

Was schon auf den ersten Blick auffällt: Auch wenn sich am Design nicht sonderlich viel getan hat, wirkt die nächste Generation dennoch moderner und ein Stück weit sportlicher. Die aktuelle Designsprache der Marke zeigt Wirkung auch in Details. Der Audi-Grill ist etwas flacher und breiter ausgefallen. Die nun serienmäßigen LED-Leuchten stehen für die Modernisierung.

Große Bandbreite

Unverändert bleibt die Fülle des Angebots. Limousine, Kombi und sportliche S-Modelle mit umfangreichen Antriebsvarianten. Automatisierte Getriebe, Schalter, Allradantrieb – alles wie gewohnt. Neu für Europa ist das Ende des großen Benziners. Im S4 werkt zukünftig ein Dieselaggregat. Der Sechszylinder-Selbstzünder mit 347 PS ist bärenstark und effizient gleichermaßen. Er markt das obere Ende der Leistungsskala, die bei 136 PS beginnt. Der Großteil der Motoren ist elektrifiziert. Ein Mild-Hybrid-System auf 12-Volt-Basis senkt den Verbrauch um bis zu 0,3 Liter und steigert gleichzeitig den Komfort.

Einen überzeugenden Eindruck hinterlässt die Neuauflage auch auf kurvenreichen Bergstraßen. Das Fahrwerk, straff, aber dennoch komfortabel, ist ident mit jenem des Vorgängers. Es war noch immer so gut, dass wir nichts daran ändern mussten, so die Audi-Ingenieure. Da war man in der Entwicklung der Zeit vielleicht sogar voraus. Bei der Vernetzung ist die Entwicklungsgeschwindigkeit eine andere. Das Update ist entsprechend umfangreich ausgefallen. Mit dem MMI-Bediensystem fährt der Bestseller in die Gegenwart und bietet auch so was wie Zukunftsmusik. „Functions on demand“erlaubt dem Kunden, Infotainmentfunktionen wie Digitalradio oder ein erweitertes Navigationssystem zu buchen. Und das auch nach dem Autokauf, also bei Bedarf. Damit ist der Anfang gemacht. Die Überlegungen gehen weit. So könnte irgendwann auch ein Allradantrieb, den man ja nicht täglich braucht, einfach per App gebucht werden. Oder ein paar zusätzliche PS für eine Urlaubsfahrt über deutsche Autobahnen. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Aber schon jetzt spielt der A4 alle Stücke. Selbst Grünphasen erkennt das Auto, Schwarmintelligenz und Car-to-X-Diensten sei Dank. Auf den zweiten Blick hat sich also doch einiges getan. Audi hat den A4 jedenfalls zukunftsfit gemacht.

Das Fahrwerk des A4 ist so ausgewogen, dass erst gar nichts zu ändern war. Investiert wurde stark in Vernetzung.

In Österreich ist der Avant die gefragteste Variante des A4.
In Österreich ist der Avant die gefragteste Variante des A4.
Zukunftsweisende Vernetzung: neues Bediensystem mit großen Bildschirmen.
Zukunftsweisende Vernetzung: neues Bediensystem mit großen Bildschirmen.
Den Audi A4 gibt es auch in der nächsten Generation wieder als Allroad mit robuster Offroad-Optik.werk
Den Audi A4 gibt es auch in der nächsten Generation wieder als Allroad mit robuster Offroad-Optik.werk

Fakten und Daten

Motor/Antrieb 5 Dieselaggregate (136, 163, 190, 231 und 347 PS) 3 Benziner ( 150, 190, 245 PS), Front- bzw. Allradantrieb, 6-Gang-Schalter, 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe bzw. 8-Gang-Automatik

Marktstart Herbst
Preis ab 38.000 Euro