Fein in der Stadt und auf der Alm

Motor / 30.08.2019 • 10:48 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Škoda Superb: Der Tscheche bietet schon als Limousine, erst recht als Combi nicht nur dem Gepäck, auch den Fondpassagieren opulenten Raum.

Škoda Superb: Der Tscheche bietet schon als Limousine, erst recht als Combi nicht nur dem Gepäck, auch den Fondpassagieren opulenten Raum.

Mit dem Superb hatte sich Škoda am

oberen Ende des Mittelklasseseg-

ments platziert. Der Tscheche kann

nun auch Offroad-Komfort-Features

der angehobenen Art offerieren.

Auf Tradition setzt Škoda in den etablierten Baureihen. Somit erbte das Flaggschiff der Tschechen, der Superb, seinen Namen von seinem
historischen Vorgänger der 1930er- bis 1940er-Jahre. Reaktiviert wurde die Modellbezeichnung erstmals wieder 2001, für die erste Generation unter dem Dach des Volkswagen-Konzerns. Wie es für die Marke üblich ist, setzte man sich über Segmentsgrenzen hinweg und positionierte die Limousine zwischen Mittel- und mittlerer Oberklasse, mit Topklasse-Dimensionen in puncto Passagier- und Kofferraum. Der Superb I des 21. Jahrhunderts wurde bis 2008 gebaut. Die Nummer II startete zunächst als Viertürer, 2009 wurde ein Kombi – bei Škoda „Combi“ – nachgereicht.

Auch ein Pfadfinder

Mittlerweile in der dritten Generation angelangt, hat der Superb mehr als respektable Karriere gemacht. In seiner Heimat fährt die Regierungsriege das bis zu 272 PS starke, knapp fünf Meter lange Business-Flaggschiff, das optional oder serienmäßig auch mit Allradantriebssystem ausgestattet sein kann. Die Mitgift inkludiert, abgesehen von einer steigenden Anzahl an Praxis-Features („Simply Clever“), feine Materialien und von Fahrwerk über Licht bis Komfort und Elektronik oberklassegerechte Details. Neu ist die Option auf Holzdekor. Damit ist der Superb nicht nur in der Stadt eine feine Erscheinung. Er macht sich auch auf der Alm überzeugend, zumal im Zuge des jüngsten Facelifts und Technik-Updates eine neue Combi-Version hinzugekommen ist. Die „Scout“-Variante ist, nach Vorbild des Octavia und des Karoq, außen rundum robust beplankt, samt Unterfahrschutz sowie verlängerten Federwegen und serienmäßigem 4×4-System.

Neu: Teilzeit-Elektriker

Auch zum Thema Antriebsstrang-Elektrifizierung haben die Tschechen in Zusammenhang mit dem Superb etwas zu sagen. 2020 wird sich zu den aktuell neu bearbeiteten reinen Verbrennern (Selbstzünder und Ottos, mit 1,5, 1,6 und 2,0 Litern Hubraum, sämtlich Vierzylinder) mit 150 bis 272 PS Leistung eine Plug-in-Hybrid-Variante gesellen. Hinter dem Typenbezeichnungszusatz „iV“ steckt eine Kooperation zwischen einem 1,4-Liter-Turbobenziner und einem Elektroaggregat, mit einer Systemleistung von 218 PS und einer rein elektrischen Reichweite von bis zu 55 Kilometern. Das gilt für die Limousine und ebenso für den Combi.

Der Preis: ab 33.570/34.770 Euro
(Limousine/Combi). Das kostet der Fronttriebler als 1.5 l TSI ACT (Benziner) mit 150 PS und manuellem Sechsgangschaltgetriebe in der Ausstattungsvariante „Ambition“. Allradantrieb kommt auf ab 43.360/44.240 Euro für den 2.0 l DI 4×4 (Diesel) mit 190 PS und siebenstufiger Direktschaltung im gleichen Mitgiftniveau. Für den „Scout“ (nur als Combi) mit gleichem Antriebsstrang muss man mit ab 49.990 Euro kalkulieren.

Das kürzlich erfolgte Update resultierte in einer Digitalisierung. Auch Holz kann man nun haben.

Das kürzlich erfolgte Update resultierte in einer Digitalisierung. Auch Holz kann man nun haben.