Markenflaggschiff und Technologieträger

Motor / 30.08.2019 • 10:48 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Mercedes S-Klasse: In den 1970er-Jahren bereits mit dem „S“ für „Sonderklasse“ versehen, längst der Inbegriff für die Topklasse der Marke.

Mercedes S-Klasse: In den 1970er-Jahren bereits mit dem „S“ für „Sonderklasse“ versehen, längst der Inbegriff für die Topklasse der Marke.

Die Mercedes S-Klasse ist nicht nur bei Komfort und Ausstattung top. Der Stuttgarter führt stets auch neueste Technik ein, sowohl motorisch als auch elektronisch.

Die Bezeichnung S-Klasse geht bei Mercedes auf die 1972 eingeführte Baureihe 116 zurück. Das „S“ stand – und steht – für „Sonderklassse“, es hat sich als eigene Fahrzeugklasse eingebürgert. Dabei ist es in der aktuellen Serie 222 geblieben. Generation für Generation hat sich der Ober-Stuttgarter als Komfort- und Technikflaggschiff von neuem manifestiert, in Bezug auf die gediegene Komfortausstattung, die souveränen Fahreigenschaften und die erwiesene Langlebigkeit und ebenso betreffend die Assistenz- und Sicherheitselektronik. Letztere vor allem im Hinblick auf die als baldigst serienreif angekündigte Fahrautomatisierung.

„Autonomes“ Fahren

Wie sich die Fahrzeugtechnik von Mercedes über mehr als ein Jahrhundert entwickelt hat, das führen die Stuttgarter Jahr für Jahr im Rahmen der „Bertha-Benze-Gedenkfahrt“ jeweils anfang August vor. 1888 hatte die geborene Bertha Ringer auf der rund 106 Kilometer langen Strecke von Mannheim nach Pforzheim die erste dokumentierte automobile Fernfahrt abgespult und bereits damals die Ausdauer sowie Zuverlässigkeit des frühesten Mercedes-Modells – des Benz Patent-Motorwagens – unter Beweis gestellt. 2013 absolvierte eine S-Klasse, ausgerüstet mit allen zu dieser Zeit zur Verfügung stehenden Sensoren und elektronischen Assistenzsystemen, die Strecke großteils „autonom“, vielmehr automatisiert.

Elektrifizierung

Derzeit in Entwicklung steht die Erneuerung des Markenflaggschiffs. Die Baureihe 223 soll nächstes Jahr startklar sein, inklusive einer eigenen, vollelektrischen Version. Inzwischen schreitet an der aktuellen Generation vor allem die Elektrifizierung der Antriebsstränge voran, bei gleichzeitiger Weiterentwicklung der Verbrennerantriebe. Spitzenreiter ist die Version S 560 e, ein Plug-in-Hybrid mit 476 PS Systemleistung aus der Kooperation zwischen einem V6-Benziner mit drei Liter Hubraum und einem Elektroaggregat. Das treibt den 2,2-Tonner in fünf Sekunden von 0 auf 100 km/h. Oder ermöglicht eine rein elektrische Reichweite von fünfzig Kilometern.

Der Preis: ab 105.450 Euro. Das kostet der Hecktriebler als 350d (Diesel) mit 286 PS und neustufigem Wandlerautomatikgetriebe in der Basis-Ausstattungsstufe. Allradantrieb (4Matic) kommt auf ab 109.600 Euro mit gleichem Antriebsstrang und Mitgiftniveau. Für den S 560 e muss man mit ab 122.710 Euro kalkulieren.

Kombination aus Tradition und Mo-derne: Digitale treffen auf gediegene analoge Interieurfeatures.

Kombination aus Tradition und Mo-derne: Digitale treffen auf gediegene analoge Interieurfeatures.