Komfortabler Design-Trendsetter

Motor / 12.09.2019 • 09:15 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Interieur: unverschnörkelt strukturiert, mit komfortablen Möbeln ein­gerichtet wie ein Wohnzimmer.
Interieur: unverschnörkelt strukturiert, mit komfortablen Möbeln ein­gerichtet wie ein Wohnzimmer.

Ein wenig weniger polarisierend geworden ist der Citroën Cactus. Dennoch blieb der Franzose ein charakteristischer Blickfang. Der Fokus liegt auf Komfort und Wirtschaftlichkeit.

 

Möglicherweise haben automobile Traditionalisten den Atem angehalten, als sie den ersten Citroën Cactus zum ersten Mal sahen. Mit seinen äußeren Merkmalen wie den schmalen und hoch angesetzten Scheinwerfern sowie den seitlichen Parkrempel-Polstern hat er sich stark auffällig gemacht. Auch mit seiner Fauteuil-artigen Inneneinrichtung und dem aufs wesentliche reduzierten Cockpit-Design. Fans hat er dennoch schnell gefunden, vor allem unter jenen, die sich extrovertiert geben und auch mit neongelber Außenlackierung umgehen können.

 

Die Rolle des Mainstreams

Schon in seiner ersten Generation hat sich der Cactus mit seiner Eigenständigkeit etabliert und ein Design-Initial gesetzt, das sich in allen anderen Baureihen Schritt für Schritt ­manifestiert. In seiner zweiten Modellphase (seit dem Vorjahr auf dem Markt) wurde die ungewöhnliche Optik etwas abgemildert, um nicht zu sagen entschärft, auch sind die (optionalen) seitlichen Aufpolsterungen kleiner geworden und weiter nach unten in Richtung Türschweller gewandert. Dennoch: Gemäß der Rollenverteilung innerhalb des PSA-Konzerns – Citroën wurde das Kapitel Mainstream zugeteilt – ist es im und mit dem Kompakten trotz des stacheligen Typennamens noch komfortabler geworden. Grundlage dafür ist ein Fahrwerk, dessen Federelemente mit progressivem hydraulischem Anschlag für sanfteres Abdämpfen von Fahrbahnunebenheiten sorgen sollen. Das bedeutet zwar keine Wiederbelebung der berühmten Hydropneumatik der Doppelwinkelmarke, wie einst in der DS der 1950er-Jahre, doch es soll dieses neue System daran anknüpfen.

 

Leichtgewichtig und sparsam

Das Antriebsprogramm ist gut überblickbar: Der 1,2-Liter-Benziner mit drei Zylindern hat 110 oder 131 PS. Der 1,5-Liter-Diesel leistet 102 oder 120 PS. Die niedrigeren Leistungsstufen sind mit sechsgängiger Handschaltung, die höheren mit einer achtstufigen Wandlerautomatik zusammengespannt. Kein Aggregat hat mit dem Gewicht des Cactus allzu große Mühe, er wiegt zwischen knapp unter und nicht viel über 1200 Kilo. Alle Antriebsvarianten entsprechen der Emissionsnorm Euro 6d Temp EVAP. Im nicht ganz 4,2 Meter langen Fünfsitzer kann man mindestens 348 Liter Gepäck verstauen.

Der Preis: ab 19.725 Euro. Das kostet der frontgetriebene PureTech 110 S&S (1,2-Liter-Dreizylinder-Benziner) mit 110 PS und manuellem Sechsgangschaltgetriebe in der Ausstattungsvariante „Feel“. Allradantrieb ist nicht verfügbar, auch ein Traktionshilfesystem ist derzeit keine Option.

Trotz des stacheligen Namens ist der Citroën C4 Cactus ein zwar nicht weicher, doch alles andere als harter Begleiter für den Alltag und auch weites Reisen.

Trotz des stacheligen Namens ist der Citroën C4 Cactus ein zwar nicht weicher, doch alles andere als harter Begleiter für den Alltag und auch weites Reisen.