Cocktail aus Schrägheck-Coupé und SUV

Motor / 20.09.2019 • 09:26 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Hinter dem „X“ des neuen Kia Ceed-Derivats steckt eine trendige SUV-Interpretation des Kompakten.werk
Hinter dem „X“ des neuen Kia Ceed-Derivats steckt eine trendige SUV-Interpretation des Kompakten.werk

Kia erweitert die Kompakt-Baureihe um den Crossover XCeed, mit Karosserieanhebung und robustem Outfit.

Kia Von der exklusiven Nische zum unverzichtbaren Volumensbringer hat sich das SUV-Segment für alle Autohersteller entwickelt. Weit mehr als ein Drittel aller neu zugelassenen Pkw fällt in diese Kategorie. In der Kompaktklasse machen sie bereits gut fünfzig Prozent aus. Vor allem diese Sparte verzweigt sich weiter in neue Nischen. Resultat sind sogenannte Crossover, Mischformen aus unterschiedlichen Karosserievarianten.

Dieses Prinzip verfolgte Kia grundsätzlich schon mit der Neuauflage des Ceed im Vorjahr, anhand coupéhaft gezeichneter Dachlinie. Während der dicht darauf folgende SW, der Kombi, klassisch geschnitten ist, präsentiert sich auch der ProCeed als Mix, als Fusion aus Lader und Coupé (Shooting Brake). Im neuesten, dem dritten Derivat des Ceed addiert Kia zu nochmals betonter Coupélinie mehr als nur einen Schuss SUV.

Der XCeed hebt sich markant ab von seinem Fünftür-Bruder, anhand von Karosserieanhebung – 174 bis 184 Millimeter Bodenfreiheit, je nach Radgröße (16 oder 18 Zoll) – und robuster Kunststoffverkleidung der Radhäuser sowie der Seitenschweller samt angedeutetem Unterfahrschutz. Im Verein mit einer Karosserieverlängerung um 8,5 Zentimeter (generiert aus längeren Überhängen) bei gleich gebliebenem Radstand ergibt das nicht nur eine angehobene Sitzposition sondern auch eine Erweiterung des Innenraums: Er kann mehr Gepäck einladen als der Standard-Ceed, nämlich 426 bis 1378 Liter (gegenüber 395 bis 1291 Liter).

Dazu addierten die Kia-Designer eine Reihe spezifischer Optikdetails am Exterieur: Stoßfänger, Kühlergrill, Lufteinlässe, Scheinwerfer, (LED-)Heckleuchten etc. Ebenso extra abgestimmt auf den Cocktail aus Schrägheck-Coupé und SUV ist das Fahrwerk. Das Interieur ist von den kompakten Brüdern her bereits bekannt, es inkludiert sämtliche aktuellen Digitaldetails, samt 12,3-Zoll-Kombiinstrument und 10,25-Zoll-Touchscreen-Display in den Top-Ausstattungsstufen. Das einzige, was es nicht gibt, das ist Allradantrieb für den Fronttriebler. Dafür wird 2020 ein neues Multimediasystem eingeführt, namens UVO, samt Apps und Informationsdiensten.

Breites Antriebsangebot

Das Antriebsoffert ist breit gefächert. Zum Einstieg sind das drei Benziner, mit 1,0, 1,4 und 1,6 Liter Hubraum, mit einer Leistung von 120, 140 und 204 PS. Besonders der stärkste Otto hält leistungsseitig, was die technischen Angaben versprechen, gleichermaßen mit manuellem und direkt schaltendem Getriebe. Der 1,6-Liter-Diesel, ausprobiert mit 136 PS, ist gut geräuschgedämmt. Die Palette der Motorisierungen wird im kommenden Jahr ergänzt um Mild- und Plug-In-Hybride, Erstere werden in die gesamte Modellfamilie einziehen, Zweitere bleiben vorerst dem XCeed und dem SW vorbehalten.

Versprechen gehalten

Bis es soweit ist: Das Versprechen, das Fahrwerk gleichermaßen komfortabel und knackig hinbekommen zu haben, das erfüllt der XCeed, auch auf grob welligem Untergrund neigen die Federelemente nicht zum Poltern. Ebenso schränkt die Karosserieverlängerung die Wendigkeit nicht ein, selbst in den engsten und verwinkeltsten Gassen korrespondiert die gute Karosserieübersichtlichkeit mit der zwar nicht über die Maßen gefühlvollen, doch exakten Lenkung.

Der Kia XCeed ist, als Kompakter im SUV-Look, nicht nur trendig, sondern auch ebenso praktisch wie wendig.

Hinter dem „X“ des neuen Kia Ceed-Derivats steckt eine trendige SUV-Interpretation des Kompakten.werk
Hinter dem „X“ des neuen Kia Ceed-Derivats steckt eine trendige SUV-Interpretation des Kompakten.werk
Das Cockpit kann mit einem 12,3 Zoll großen Display eingerichtet sein.

Das Cockpit kann mit einem 12,3 Zoll großen Display eingerichtet sein.

Spezifische Designdetails an Kühlergrill, Scheinwerfern und Lufteinlässen.

Spezifische Designdetails an Kühlergrill, Scheinwerfern und Lufteinlässen.

Fakten und Daten

Motoren: Benziner: 1,0 l (Dreizylinder) mit 120 PS, 1,4 l mit 140 PS, 1,6 l mit 204 PS, Diesel: 1,6 l mit 115 oder 136 PS/manuelle 6-Gangschaltung, 7-Stufen-DSG/Frontantrieb.

Preis ab 21.790 Euro.

Marktstart Der offizielle Marktstart ist bereits erfolgt