Darf‘s ein bisschen mehr sein?

Motor / 04.10.2019 • 14:13 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Cockpit ist sportiv, hält sich aber in dezentem Rahmen.
Das Cockpit ist sportiv, hält sich aber in dezentem Rahmen.

Mit dem N-Line läuft der Hyundai i30 zur sportlichen Höchstform auf.

Hyundai Der Hyundai i30 ist fast schon ein Klassiker am heimischen Automarkt. Anfangs oft schlicht als Golf-Kopie bezeichnet, hat er mittlerweile viele treue Anhänger in der Kompaktklasse gewonnen.

Ihnen bietet Hyundai nun auch die Möglichkeit, deutlich sportlicher unterwegs zu sein. In Form des neuen Schrägheck-Fünftürers mit der Modellbezeichnung i30 N-Line. Wobei das N in der Modellbezeichnung einerseits für Namyang, das globale Forschungs- und Entwicklungszentrum von Hyundai in Südkorea steht, und andererseits die Nordschleife des Nürburgrings symbolisieren soll.

Den Koreaner gibt es dabei als 1,4-Liter-Turbo-Benziner mit 140 PS (der auch im Test stand) oder als 1,6-Liter-Turbo-Diesel mit 136 PS. Und das ist genug an Pferdestärken. Zumindest wenn man keinen Rennwagen, sondern ein solides Auto mit sportlicher Raffinesse sein Eigen nennen will.

Sportlich gut abgestimmt

Die dazugewonnene Sportlichkeit zeigt sich in einer insgesamt guten Abstimmung und durchaus zugstarkem Antriebsverhalten. Dabei konkretisiert vor allem die Kombination mit Doppelkupplungsgetriebe und Schaltwippen diesen Eindruck. Ebenfalls passen das etwas tiefer gelegte Fahrwerk, die größeren Bremsscheiben vorne und die straffe Lenkung dazu.

Das alles portioniert Hyundai beim N-Line in der genau richtigen Dosis. Das heißt, die Sportlichkeit wird wahrgenommen, übertreibt es aber nicht. So fällt man selbst in der Stadt nicht als lauter Asphaltcowboy negativ auf. Auch optisch sieht man den Sportsgeist zwar an den durchaus markanten Front- und Heckschürzen oder dem Sportlenk-rad, aber auch hier ist ist Protzen nicht das Ding der Südkoreaner. Dazu passend ist der Innenraum gestaltet. Dezent sportlich und mit überraschend hochwertigen Materialen ausgestattet. Und damit man nicht vom Weg abkommt, sind serienmäßig diverse Assistenten zur Spurhaltung oder für Notbremsungen eingebaut.

Alles im Rahmen

Mit dem Hyundai i30 N-Line bekommt man also eine Kompaktklasse mit durchaus sportlicher Attitüde, die aber weder optisch noch preislich zu sehr aus dem Rahmen fällt. VN-reh

Der Hyundai i30 N-Line setzt auf Sportlichkeit, ohne es damit aber insgesamt völlig zu übertreiben.

N-Line nennt sich die sportliche Variante des Hyundai i30, dem Golf-Konkurrenten aus Südkorea.VN/paulitsch
N-Line nennt sich die sportliche Variante des Hyundai i30, dem Golf-Konkurrenten aus Südkorea.VN/paulitsch

Fakten und Daten

Motor/Antrieb Vierzylinder-Benziner, 140 PS, 242 Nm bei 1500 U/min, Frontantrieb, 7-Stufen Doppelkupplungsgetriebe

Fahrleistung/Verbrauch 0-100 km/h: 9,2 Sek., Spitze: 205 km/h, Norm: 5,7 l (129g CO2/km), Test: 5,9 l

Preis 31.465 Euro