Mit dem Achter zurück zur Nummer eins

Motor / 06.12.2019 • 10:17 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Sportlicher gezeichnet und dennoch unverkennbar: der VW Golf der achten Generation. werk
Sportlicher gezeichnet und dennoch unverkennbar: der VW Golf der achten Generation. werk

Der VW Golf tritt seine neue Generation sportlicher als zuvor, digitalisiert und teilelektrifiziert an.

VW Der Golf gilt nach wie vor als Markstein des Kompakt-Segments. Mehr als 40 Jahre hatte er in Österreich Platz eins in seiner Klasse abonniert. Dort soll es wieder hingehen, mit der achten Auflage, um nach bisher 934.000 verkauften Fahrzeugen die Million voll zu machen.

Der neu interpretierte Wolfsburger ist sportlicher gezeichnet, kaum gewachsen und etwas niedriger, aber nicht wesentlich anders. Auch innen ist er zwar weiterentwickelt, jedoch nicht fremd. Bis auf die Technik, die im Cockpit nun vom Kombi-Instrument mit 10,25-Zoll-TFT-Display bis zur digitalisierten Bedienung reicht. Abgesehen von einigen Lenkrad-Tasten ist nun Wischen und Streichen statt Drücken und Drehen angesagt. Oder sprechen, nach dem Zuruf „Hallo Volkswagen“.

Wie sich das insgesamt macht, im Verein mit einigen Versionen der bekannten, doch auf den neuesten Stand gebrachten Motorenpalette, das ließen die Wolfsburger intensiv erproben. Parat standen die Start-Aggregate: der Zweiliter-Diesel mit 150 PS sowie der 1,5-Liter-Benziner mit 150 PS und der 1,5-Liter-Mildhybrid-Otto mit 130 PS. An den Auspuff-Endrohren sind die Unterschiede nicht mehr zu erkennen, unter den Stoßfängern sitzen verchromte Blenden, wie es derzeit Mode ist.

Der Selbstzünder agiert noch homogener als zuvor, der reine Benziner-Verbrenner zeichnet sich durch Drehfreudigkeit aus, der Mildhybrid wirkt bescheidener im Antritt, ist es aber nicht wirklich. Vor allem halten sich alle Aggregate dank akribischer Geräuschdämmung akustisch vornehm im Hintergrund. Signifikant zugelegt hat der Parade-Kompakte in den Kapiteln Fahrwerksausgewogenheit und Lenkungspräzision, Zweitere agiert wunderbar direkt ohne jegliche Eckigkeitstendenz.

Der Umgang etwa mit den Streichtasten für Temperatur und Lautstärke erinnert in der Exaktheit anfangs an einstige Schieberegler. Die Abläufe der Fahrwerkseinstellungsmenus sind bereits bekannt. Für die unzähligen Funktionen des Multimediasystems sollte man sich etwas Kennenlernzeit nehmen. Doch das trifft nicht nur auf den neuen Golf zu.

Das Start-Antriebsprogramm wird umfangreich und vielfältig erweitert: um 1,0- und 2,0-Liter-Ottos, weitere Mild- sowie Plug-In-Hybride, einen Erdgas-Triebling und weitere Dieselversionen. Am Ende soll die Leistungsbandbreite zwischen 90 und 333 PS liegen. Einen e-Golf wird es nicht mehr geben. Diese Rolle übernimmt der vollelektrische Kompakte ID.3. VN-BKH

Trotz kompletter Neuinterpretation ist der VW Golf VIII unverkennbar geblieben: optisch und charakterlich.

Ausschließlich viertürig ist der Parade-Kompakte jetzt. Laderaum: 380 - 1237 Liter.

Ausschließlich viertürig ist der Parade-

Kompakte jetzt. Laderaum: 380 – 1237 Liter.

Voll digitalisiertes Cockpit mit TFT-Dis-play, Touchscreens und kaum Tasten.

Voll digitalisiertes Cockpit mit TFT-Dis-

play, Touchscreens und kaum Tasten.

Sportlicher gezeichnet und dennoch unverkennbar: der VW Golf der achten Generation. werk
Sportlicher gezeichnet und dennoch unverkennbar: der VW Golf der achten Generation. werk

Fakten und Daten

Motor/Antrieb Benziner: 1.5 TSI mit 130 oder 150 PS, 1.5 eTSI mit 150 PS, Diesel: 2.0 TDI mit 115 oder 150 PS/man. 6-Gang-Schaltung/7-Stufen-DSG/Frontantrieb.

Marktstart ab März 2020

Preis Noch nicht festgelegt, Einstieg unter 20.000 Euro.