Gepflegtes Kompakt-Gefühl

Motor / 13.12.2019 • 09:39 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Selbstsicherer Auftritt: Der neue Skoda Scala zelebriert in seiner eleganten Ausformung die dynamische Leichtigkeit. VN/lerch
Selbstsicherer Auftritt: Der neue Skoda Scala zelebriert in seiner eleganten Ausformung die dynamische Leichtigkeit. VN/lerch

Der neue Skoda Scala stellt sich als ebenso praktischer wie komfortabler Alltagsbegleiter vor.

skoda Hungrig nach weiterführendem Erfolg, dreht Skoda jetzt den Scheinwerfer auf den neuen Scala, der mit ausdrucksstarker Formensprache gleichsam den Vorgänger Rapid Spaceback vergessen machen will. Auf 4,36 Meter streckt sich der Neuling in der Kompaktklasse und vermittelt frischen Designschwung. Wir wollen uns indes allein von Äußerlichkeiten nicht blenden lassen und nehmen den Innenraum genau in Augenschein. Und siehe da. Der Scala ist praktisch-tauglich hübsch verpackt.

Üppige Ausstattung

Die Innenarchitektur glänzt ohne unnötigen Firlefanz, die funktionelle Anordnung der einzelnen Bedienelemente dominiert. Dazu passen das optionale Digital-Cockpit und das Connectivity-Paket. Auf ein hohes Sicherheitsniveau zielt der Scala mit so Helferlein wie Stauschlauberger und Spurhaltewächter ab, genauso wie er Totwinkelwarner und City-Notbremsassistent samt Fußgängererkennung mit an Bord hat. Dazu kommen Komfortfeatures wie Zweizonen-Klimaautomatik, elektrische Heckklappe, Rückfahrkamera und die Parklenkhilfe. Wer im Scala sitzt, findet reichlich Platz vor, sogar die Hinterbänkler verfügen infolge des 2,65-Meter-Radstandes über eine angenehme Beinfreiheit. Der Aufenthalt im kompakten Tschechen darf getrost als komfortabel bezeichnet werden, zumal auch eine solide Verarbeitungsqualität im Innenraum vorherrscht. Wo Skoda noch zulegen kann, ist bei der Auswahl der verwendeten Kunststoffe. Das geht um Armaturenträger und Mittelkonsole herum noch geschmeidiger. Überhaupt nichts zu bemängeln gibt’s hingegen beim Mitnahme-Effekt. Mit einem Stauraumvolumen zwischen 467 und 1410 Litern ist der Kompaktler ein echter Familienfreund. Ins Ladeabteil passen das große Reisegepäck genauso wie die Wochenendeinkäufe oder die Brettergarnitur fürs neue Gartenhochbeet. In Bewegung gebracht, stellt sich schnell heraus, dass der 1,5-l-Turbobenziner, der 150 PS freigibt, eine muntere Antriebsquelle ist. Der Vierzylinder geht drehfreudig zur Sache und bleibt dabei verbrauchsmäßig gesittet. Dass der Scala nicht zum Schluckspecht wird, dazu trägt auch die intelligente Zylinderabschaltung bei. Auf Überlandfahrten präsentiert sich der Scala mit straff-komfortabler Fahrwerksfederung als handlicher Kompaktwagen, der sanft untersteuernd durch kurvige Streckenabschnitte eilt.

Dass einem die kernige Motortonart nicht auf die Ohren geht, dafür sorgt die wirkungsvolle Geräuschdämmung. Der Skoda hat in der Gesamtschau das Zeug dazu, in der Kompaktklasse ganz vorne mitzufahren. Nur an der Ampel muss man mit dem Scala nicht unbedingt die Spitzenposition einnehmen. Infolge der etwas steiler stehenden Frontscheibe und des weiter vorgezogenen Daches gilt es schon einigermaßen in Vorbeugung zu gehen, um das Umspringen aufs Grünlicht sofort im Blick zu haben. VN-HGP

Das straff-komfortable Fahrwerk überzeugt, sanft untersteuernd geht es sicher auf kurvigen Landstraßen dahin.

Große Klappe, aber echt viel dahinter. Ins Scala-Heck lässt es sich prima einräumen.
Große Klappe, aber echt viel dahinter. Ins Scala-Heck lässt es sich prima einräumen.
Im aufgeräumten Cockpit dominiert der 9,2 Zoll große Touchscreen.
Im aufgeräumten Cockpit dominiert der 9,2 Zoll große Touchscreen.

Fakten und Daten

Motor/Antrieb Vierzylinder-Turbobenziner, 150 PS, 250 Nm/1500 bis 3500 U/min, Frontantrieb, 7-G-DSG

Fahrleistung/Verbrauch 0-100 km/h: 8,2 Sek., Spitze: 219 km/h, Norm: 4,9 l (113 g CO2/km) Test: 5,7 l

Preis Grundpreis: 26.480 Euro, Testwagen („Style“-Version): 34.616 Euro.