Kleine Katze, kräftige Krallen

Motor / 31.01.2020 • 10:12 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Mit dem neu konzipierten Puma will sich Ford einen Löwenanteil am subkompakten SUV-Segment schnappen.

Ford Mit einer Katze haben es die Kölner schon vor mehr als 20 Jahren gehabt. Von 1997 bis 2001 sorgte ein Modell namens Puma für sportlichen Wind in der Modellpalette. Konkret in der Kleinstwagenklasse, gemäß dem Faktum, dass das tierische Gebirgspendant im Vergleich zum Steppenlöwen zu
einer eher kleinen Felidenart gehört.

Daran hat sich mit der Wiedergeburt des Puma nichts geändert. Ganz anders hingegen ist das neue Konzept. Es folgt dem Trend zum SUV-Segment. Resulat ist ein muskulös modellierter, 4,2 Meter kurzer Crossover mit nicht nur angehobenem Karossierie-Niveau. Auch die Scheinerfer und Leuchten sind extra hoch angesetzt. Das verleiht der aktuellen Interpretation des Klein-Kölners auf modifizierter Basis des Fiesta weniger arrogante Hochnäsigkeit als kraftvolle optische Dynamik. Diesen Anspruch soll der Neue nicht nur optisch, ondern auch im Fahrbetrieb erfüllen. Und das möglichst sparsam. Weshalb man ihm kleinvolumige Motoren unter die Haube gepflanzt hat.

Zum Start ist das ein Einliter-Dreizylinderbenziner der durchwegs per Turbo aufgeladen ist. Die niedrigere Leistungsstufe – 125 PS – kann wahlweise mit Mildhybrid-System (samt Zylinderabschaltung) auf Basis eines 48-Volt-Bordnetzes geordert werden. Dieses Paket ist auch mit 155 PS Leistung zu haben. Alle Varianten sind mit Sechsgang-Schaltgetriebe zusammengespannt.

Bekannte Ford-Tugenden

In der Praxis krallt sich der neue Puma in der Top-Leistungsstufe naturgemäß am kräftigsten in den Asphalt. Speziell, wenn von den fünf Fahrmodi „Sport“ gewählt ist. Darüber hinaus glänzt der ab 1280 Kilo wiegende Crossover-Sportler mit den bekannten Ford-Tugenden: Kernig ist das Getriebe, knackig ist das Fahrwerk, präzise ist die Lenkung, unbissig und ausdauernd verzögern die Bremsen.

Dass auch bei engagierter Gangart etwaiges Kleinzeugs nicht im Laderaum des Fünfsitzer durcheinanderpurzelt, dafür kann die sogenannte MegaBox sorgen: Das ist ein flexibel nutzbares Unterflurfach im Kofferraum mit 80 Litern Volumen.

Abgsehen von diesem Ladefeature hat Ford ein komplettes Programm an Komfort- und Assistenzelektronik addiert. Das Thema Digitalisierung prägt sich unter anderem im Cockpit mit einem 12,3 Zoll großen TFT-Display als Kombiinstrument aus. Dessen Anzeige-Graphik variiert je nach Fahrmodus, ist jedoch auch individuell konfigurierbar.

Nachfolgen wird für den 115-PS-Turbo die Option auf eine Direktschaltung (siebenstufig). Für Mai ist eine Dieselmotorisierung angekündigt, mit 120 PS aus einem 1,5-Liter-Vierzylinder. Den EcoSport ersetzt der Puma nicht. Dafür ist Allradantrieb für die Klein-Katze nicht vorgesehen. Doch ist die baldige Ankunft einer ST-Version ein offenes Geheimnis, Details wurden noch nicht verraten, eine Orientierungshilfe fürs zu erwartende Leistungsniveau ist der Fiesta ST.

Der Ford Puma ist knackig angelegt, den sportlichen Anspruch setzt die 155-PS-Motorisierung glaubhaft um.

Fakten und Daten

Motor/Antrieb 1,0-Liter-Turbobenziner mit 125 PS (mit oder ohne Mildyhbridsystem) und 170/210 Nm bzw. 155 PS und 240 Nm/manuelle Sechsgang-Schaltung und Frontantrieb.

Marktstart bereits erfolgt

Preis ab 24.590 Euro