Elektroschub und sportliche Fitness als Karrieresprung

Motor / 06.11.2020 • 11:48 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
VW Tiguan: In Design, Ausstattung und Technik von Motoren bis Elektronik verfeinert.werk
VW Tiguan: In Design, Ausstattung und Technik von Motoren bis Elektronik verfeinert.werk

VW hat die zweite Generation des Tiguan nach vier Jahren sorgfältig aufgewertet.

VW Mit dem Tiguan haben die Wolfsburger 2007 ein weiteres Erfolgsmodell kreiert. Die Ablöse der ersten Generation erfolgte 2016. Der mit Standard-Radstand kaum mehr als 4,5 Meter lange Crossover hat sich über weite Strecken auf Platz eins der heimischen Kompakt-SUV-Zulassungsstatistik behauptet.

Dorthin soll es wieder gehen. Um den Karrieresprung zu forcieren, wurde die zweite Tiguan-Generation aktualisiert. Optisch äußert sich das an Stilzitaten des größeren Brudes Touareg. Auch technisch hat der Kompakte nachgezogen, vor allem, was die digitale und elektronische Mitgift betrifft. Das reicht vom Infotainmentsystem der dritten Generation (entweder Aufpreisposten oder, je nach Variante, serienmäßig) über permanente Vernetzung sowie Bedienelemente, die im Golf VIII debutiert hatten (Klimaanlagen-Justierung via Touchslider) bis zum Beleuchtungssystem (IQ.Light, LED-Licht mit Matrixfunktion und überdurchschnittlicher Leuchtweite) und darüber hinaus.

Zentraler Bestandteil der Modellpflege sind die Antriebe. Es blieb bei Vierzylindern. Den Anfang machen zum Markstart ein 1,5-Liter-Benziner und ein 2,0-Liter-Diesel. Ersterer ist mit automatischer Zylinderabschaltung auf Genügsamkeit getrimmt, Zweiterer ist mittels Twindosing-Technologie – ein Oxidations- und zwei SCR-Katalysatoren – dreifach abgasgereinigt. Die Neukonfiguration der Motoren bescherte dem Tiguan neue Leistungsabstufungen: Der durchwegs frontgetriebene kleine Otto hat 130 oder 150 PS. Der Selbstzünder hat 122, 150 oder 200 PS, ab der 150-PS-Leistungsstufe ist 4×4 entweder Option oder Serie.

Diesel mit hoher Laufruhe

Für die Fahrpremiere stand der stärkste Diesel samt Allradantrieb – das 4Motion-System wurde ebenfalls optimiert – und siebenstufiger Direktschaltung bereit. Was nach dem Druck auf die Starttaste auffällt: Der Selbstzünder läuft seidiger als zuvor. Was zunächst nicht so sehr auffällt, sind die zehn Mehr-PS gegenüber dem 190-PS-Vorgänger. Der Antrieb wirkt, aus dem Stand, nicht wesentlich munterer. Er läuft jedoch, in Fahrt, zu markiger Durchzugsstärke auf. Man muss stets den Tacho im Auge behalten, um nicht permanent übers erlaubte Speed-Limit zu schießen. Zur bärigen Motorpower kommt eine noch akkuratere Federung in allen Fahrmodi und eine deutlich gefühlvoller abgestimmte Lenkung. Damit ist der Wolfsburger echt sportlich zu bewegen, wobei die siebenstufige Direktschaltung sehr exakt mitarbeitet.

Noch besser wird das die kommende, sportlich topfitte R-Version des Tiguan können, angesicht von 320 PS aus einem Zweiliter-Turbobenziner. Ebenfalls sportlich wird sich, unterstützt durch Elektro-Schub, der erste Hybrid in dieser Baureihe geben. Die Kooperation aus aufgeladenem 1,4-Liter-Otto und E-Aggregat produziert 245 PS Systemleistung. Auf dynamischer Linie angesiedelt sind ebenso die demnächst zu erwartenden weiteren Zweiliter-Benziner: einer mit 190, einer mit 245 PS, jeweils kombiniert mit Allradantriebssystem.

Digitalisierungsschub im Cockpit.
Digitalisierungsschub im Cockpit.
Die Abmessungen bleiben unverändert.
Die Abmessungen bleiben unverändert.

Fakten und Daten

Motor/Antrieb Benzinmotoren: 1,5-l-Turbo, R4 mit 130 bzw.150 PS, Dieselmotoren: 2,0-l-Turbo, R4, 122, 150, 200 PS/man. 6-Gang-Schaltung, 7-Stufen-DSG/Front-, oder Allradantrieb.

Marktstart/Preis ab sofort zu Preisen ab 27.590 Euro

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