Evolution statt Revolution

Motor / 20.11.2020 • 10:38 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Breite Front, markante Lufteinlässe: optisch ist Audi beim A3 behutsam vorgegangen. In Summe ein prima Kompakt-Auto.VN/Steurer
Breite Front, markante Lufteinlässe: optisch ist Audi beim A3 behutsam vorgegangen. In Summe ein prima Kompakt-Auto.VN/Steurer

Bei der Neuauflage des A3 hält Audi am Erfolgskonzept fest. Optisch wurde er behutsam weiterentwickelt.

Audi Man muss das Rad ja nicht gleich neu erfinden und schon gar nicht einen Bestseller radikal verändern. So hält es Audi etwa beim A3 Sportback, der jetzt in vierter Generation vorfährt. Um die Neuauflage gleich als solche zu erkennen, sollte man etwas genauer hinschauen. Zumindest wenn der Vorgänger nicht in unmittelbarer Nähe steht. Im direkten Vergleich fallen dann der breite Grill und die mächtigen seitlichen Lufteinlässe an der Front ins Auge. Ein bisschen was hat sich schon getan – auch optisch. Radikaler fallen die Änderungen im Innenraum aus. Dort wurde kräftig umgebaut, kein Stein blieb auf dem anderen. Der große Multimediabildschirm ist nun im Armaturenbrett integriert, der kompakte Audi damit auf Niveau der großen Brüder. Was geblieben ist: die exzellente Ergonomie. Platz nehmen, wohlfühlen, genau in dieser Reihenfolge. Das klappt auf der vorderen Sitzreihe besonders gut, hinten geht es schon ein wenig beengter zu. Unverändert großzügig und variabel präsentiert sich das Gepäckabteil.

Der edle Golf-Ableger fährt sich unspektakulär, was durchaus positiv verstanden werden darf. Ausgewogen abgestimmtes Fahrwerk, neutrales Handling: da passt einfach alles. Präzise, wie man das von Audi kennt, arbeitet auch die Lenkung. Im Fahrbetrieb präsentiert sich der Neuzugang von seiner besten Seite.

Wir haben zum Test den 150-PS-Benziner ausgefasst. Das manuelle 6-Gang-Getriebe lässt sich exakt bedienen. Der Knauf des Schalthebels hinterlässt jedoch in der Ergonomie einen etwas störenden Eindruck. Nicht nur deshalb wäre die optional erhältliche Doppelkupplung die wohl bessere Wahl.

Mit den 15o PS ist der A3 ordentlich motorisiert. Die Fahrleistungen überzeugen. 0 auf 100 in 8,4 Sekunden, die Spitze bei 224 km/h: alles prima Werte. In der Praxis wirkt der kompakte Ringträger sehr agil, punktet gleichzeitig mit hoher Effizienz. Die Zylinderabschaltung hilft dem A3 Sportback beim Spritsparen. Laut Norm (WLTP) sind es 6 Liter auf 100 Kilometer, die Abweichung im VN-Test mit einem Plus von 0,5 Liter ist gering.

Die Basisausstattung ist überschaubar, der A3 lässt sich aber mit allen erdenklichen Extras aufwerten. Sie wünschen, wir spielen – Audi macht es möglich. Ganz günstig ist das freilich nicht. Dafür liefern die Ingolstädter aber ab: wo Premium draufsteht, ist bei Audi auch Premium drin. Materialien und Verarbeitung sind top. VN-MIG

Das neutrale, aber agile Handling gefällt. Im Fahrbetrieb zeigt sich der Audi A3 von seiner besten Seite.

Ergonomische Sitzposition, ins Armaturenbrett integrierter Multimediabildschirm.
Ergonomische Sitzposition, ins Armaturenbrett integrierter Multimediabildschirm.
Breite Front, markante Lufteinlässe: optisch ist Audi beim A3 behutsam vorgegangen. In Summe ein prima Kompakt-Auto.VN/Steurer
Breite Front, markante Lufteinlässe: optisch ist Audi beim A3 behutsam vorgegangen. In Summe ein prima Kompakt-Auto.VN/Steurer

Fakten und Daten

Motor/Antrieb 1,5 Liter Benziner, 150 PS, 250 Nm Drehmoment, Frontantrieb, man. 6-Gang-Getriebe

Fahrleistung/Verbrauch 0 auf 100 in 8,4 Sek, Spitze 224 km/h, Verbrauch 6 l (Test 6,5 l)

Preis ab 31.440 Euro; Testwagen: 36.803 Euro

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