Geräumiger Ersatz im Dacia-Programm

Motor / 18.02.2022 • 10:46 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der Jogger bietet ein großzügiges Raumkonzept im aktualisierten, durchaus feschen Dacia-Look.Werk
Der Jogger bietet ein großzügiges Raumkonzept im aktualisierten, durchaus feschen Dacia-Look.Werk

Der Dacia Jogger lockt mit bekannten Dacia-Talenten, frisch aktualisiert und ergänzt.

Dacia Die rumänische Renault-Tochter liegt bei den Privatkunden in fast allen europäischen Ländern zumindest unter den Top 5, im dank NoVA zwangsweise besonders preisbewussten Österreich ist es sogar Platz drei. Mit Logan MCV, Dokker und Lodgy sind gleich drei artverwandte Modelle auf einmal ablösereif und werden nun durch den Jogger ersetzt. Trotz nur minimalem Größenwachstum ist der dank generösem Raumkonzept und der Option auf sieben Sitze nun eher ein Segment höher einzureihen.

Auch Erwachsenen über 1,80 Meter finden in der für 800 Euro Aufpreis erhältlichen dritten Sitzreihe ausreichend komfortable Unterbringung. In der Standard-Bestuhlung für fünf Personen werden 607 bis 1819 Liter Stauraum geboten – mehr, als die meisten Modelle der wesentlich teureren Konkurrenz. Mit sieben Sitzen schrumpft der Kofferraum auf 160 Liter, die jeweils nur zehn Kilo leichten Zusatzsessel lassen sich aber mit wenigen Handgriffen demontieren, um den gesamten Stauraum wieder nutzbar zu machen.

Hybridvariante in der Pipeline

Besonders übersichtlich ist das Motorangebot ausgefallen: Der 1-Liter Dreizylinder mit 110 PS ist das einzige Aggregat im Angebot. 2023 soll eine Hybrid-Variante folgen, die Basis dafür dürfte die Benzin/Elektro-Einheit des Clio mit 140 PS liefern. Einen Diesel wird es zumindest aus heutiger Sicht nicht mehr geben. Selbstzünder-Bulligkeit kann der kleine Turbobenziner naturgemäß nicht bieten, dafür geht er durchwegs agil ans Werk und hat mit dem realtiv geringen Fahrzeuggewicht von nur 1233 Kilo wenig Mühe. Das Fahrwerk ist komfortabel aber auch resistent gegen Wankbewegungen, die Lenkung merkbar direkter als etwa im kleineren Verwandten Sandero.

Dafür hat der Jogger dessen Cockpitlandschaft übernommen – zusammen mit den vorderen Sitzen, die daher auch die gleiche Kritik hinsichtlich Seitenhalt und Langstreckenkomfort einstecken müssen. Pluspunkte verdient sich dafür das simple und selbsterklärende Bedienkonzept mit praxisgerechter Verteilung auf analoge Schalter und einfache Digitalanwendungen. Ab der mittleren der drei Ausstattungslinien ist das Infotainmentsystem inbegriffen, mit Onboard-Navigation kostet es 496 Euro extra.

Der Einstiegspreis von 14.990 Euro ist gegenüber dem letzten vergleichbaren Logan MCV ein Tarifsprung von 1500 Euro, die aber mit mehr Grundausstattung samt früher zusätzlich zu löhnendem Stepway-Extra mit mehr Bodenfreiheit und Offroad-Look vergolten werden.

Der Jogger erfüllt alle Erwartungen, dazu bietet er gegenüber den abgelösten Baureihen Mehrwert.

Der Jogger bietet ein großzügiges Raumkonzept im aktualisierten, durchaus feschen Dacia-Look.Werk
Der Jogger bietet ein großzügiges Raumkonzept im aktualisierten, durchaus feschen Dacia-Look.Werk
Der Jogger beerbt Logan MCV, Dokker und Lodgy.
Der Jogger beerbt Logan MCV, Dokker und Lodgy.
Ordentlich eingerichtetes Cockpit mit angenehm einfachem Bedienkonzept.
Ordentlich eingerichtetes Cockpit mit angenehm einfachem Bedienkonzept.

Fakten und Daten

Motor/Antrieb 1-Liter 3-Zylinder Benzinmotor mit 110 PS; Vorderradantrieb; 6-Gang Schaltgetriebe

Fahrleistung/Verbrauch 0 auf 100 in 10,5 Sek., Höchstgeschwindigkeit 180 km/h, 5,6 l Super auf 100 km; CO2/km 127 g

Preis ab 14.990 Euro