Von 0 auf 100: Cupra nimmt Fahrt auf

Motor / 10.06.2022 • 10:39 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Cupra UrbanRebel, Tavascan und Cupra Terramar: Bei den Spaniern geht es ab 2024 Schlag auf Schlag.Werk
Cupra UrbanRebel, Tavascan und Cupra Terramar: Bei den Spaniern geht es ab 2024 Schlag auf Schlag.Werk

Nur vier Jahre nach Gründung der Marke: Cupra mit ambitionierten Wachstumsplänen und drei neuen Modellen.

Terramar Das Autodromo Terramar ist ein Stück Motorsportgeschichte und steht gleichzeitig für die Geburt einer neuen spanischen Automarke. Vier Jahre ist es her, als im Hochgeschwindigkeits-Oval nahe Sitges bei Barcelona Cupra als eigenständige Marke an den Start ging. Die Seat-Tochter hatte zu diesem Zeitpunkt zwar noch kein wirklich eigenständiges Modell, aber bereits ambitionierte Pläne.

Zwei Jahre später nahm die Erfolgsgeschichte an Fahrt auf. Mit dem Crossover Formentor, das auf einem weißen Blatt Papier entstand, schnellten die Verkaufszahlen weltweit in die Höhe. „Ohne die Bürde der Vergangenheit“, beschreibt Cupra-Chef Wayne Griffiths, habe man ein Auto entwickeln können, das die Gene von Cupra definiert. Während altbekannten Marken die Luft ausging, blühte der Newcomer auf. 200.000 Fahrzeuge hat Cupra seit Bestehen ausgeliefert, den Umsatz von 430 Millionen auf 2,2 Milliarden Euro im Jahr 2021 vervielfacht. Jetzt steht eine Verdoppelung bei Umsatz, Absatz und Vertriebspartnern noch für dieses Jahr an. „Unser Ziel ist es, mittelfristig 500.000 Autos pro Jahr auszuliefern“.

Cupra schreibt Industriegeschichte

Neue Fabriken sollen entstehen. Gemeinsam mit Partnern wurde dazu ein Projekt präsentiert, das mit einem Volumen von 10 Milliarden Euro die größte industrielle Einzelinvestition in der Geschichte des Landes darstellt. Cupra wird auch innerhalb des Volkswagen-Konzerns mit einer neuen Rolle bedacht. Erstmals dürfen die Spanier den Takt auch für andere Marken angeben. Bei der urbanen Elektromobilität, die mit einem 4-Meter Stromer auf neuer technischer Konzern-Plattform 2025 ihre Geburtsstunde erleben wird, soll Cupra die Blaupause für Volkswagen und Skoda liefern.

In Terramar hat die junge Marke jetzt mehr als nur einen Vorgeschmack auf das neue Modell gegeben. Das Konzept UrbanRebel soll seriennahe sein. „Sexy und emotional statt langweilig“, beschreibt ihn Cupra-Chef Griffiths. „Es ist das Einstiegsmodell für die nächste Generation in unsere Marke“.

Der 4,04-Meter lange City-Stromer mit 226 PS beschleunigt in 6,9 Sekunden auf Tempo 100 und soll bis zu 440 Kilometer weit kommen. Das sind die ersten Eckdaten zu einem Auto, das die urbane Elektromobilität demokratisieren will. Einen Preis nennt der Hersteller so früh nicht, verspricht aber Leistbarkeit.

Freie Hand beim Design

Das emotionale Versprechen hält Cupra jedenfalls, wie ein erster Blick auf den UrbanRebel bestätigt. Ohne die Zwänge einer Markenhistorie habe man eine neue Designsprache entwickeln können, so Design-Chef Jorge Diez im Gespräch mit den VN. Ungewöhnliche Wege bestreitet die Marke im Innenraum, wo Materialien, die man eher von Turnschuhen kennt, Einzug halten.

Alle Neuen auf einen Streich

Unkonventionelle Wege bestreitet die junge Marke auch bei der Ankündigung neuer Modelle. So wurde gleich in einem Aufwasch die gesamte Palette neuer Fahrzeuge vor den Vorhang geholt. Mit dem Cupra Terramar, der den Geburtsort der Marke im Namen hat, will der Hersteller in einem größeren und teureren Segment durchstarten. Produziert wird das elektrifizierte SUV bei Audi in Ungarn. Erhältlich werden ab 2024 verschiedene Verbrennungsmotoren sowie eine neue Plug-in-Generation mit rund 100 Kilometern Reichweite sein. Ebenfalls 2024 sollen mit dem elektrifizierten Cupra Tavascan neue globale Märkte erschlossen werden. Bis dahin muss es ein überarbeitetes und weiter elektrifiziertes Modell-Portfolio richten. Und das war schon bisher sehr erfolgreich.

Der UrbanRebel ist vier Meter lang und emotional gezeichnet.
Der UrbanRebel ist vier Meter lang und emotional gezeichnet.
Cupra entwickelt das elektrische City-SUV für den gesamten VW-Konzern.
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Innen finden sich Materialien, die man eher von Turnschuhen als von Autos kennt.
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