Auf dem Weg zur Sportlichkeit

Motor / 29.07.2022 • 09:54 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der im Sportstyle herausgeputzte kleine Koreaner macht auf Gerngroß: „Auf geht´s, mit mir kannst du was erleben!“vn/steurer
Der im Sportstyle herausgeputzte kleine Koreaner macht auf Gerngroß: „Auf geht´s, mit mir kannst du was erleben!“vn/steurer

In der angeschärften N-Line-Version tritt der Hyundai i20 als dynamische Zwischengröße auf.

Hyundai Ein bisschen Spaß darf sein, ohne gleich zu übertreiben. Nach dem Motto hat Hyundai gehandelt und in der Vier-Meter-Klasse dem herzigen i20 auch eine N-Line-Version gegönnt. Tatsächlich wirkt der kleine Koreaner durch das ihm verpasste Aerodynamikpaket eine Spur sportlicher, tritt gleichsam als ziviler Halbstarker im besten Sinne auf. Vorne mit Kaskaden-Kühlergrill, dazu Schürzen und Seitenschweller, hinten Dachspoiler und Doppelrohrauspuff. Überdies stellt sich die herausgeputzte automobile Kurzware mit schmucken 17-Zoll-Alurädern zur Schau.

Vom Start weg unterstreicht der Gerngroß unüberhörbar, dass er auch gerne den Dynamiker gibt. Dem aktuellen Schlankheitstrend folgend serviert Hyundai im i20 N-Line einen weiterentwickelten 3-Zylinder-Turbobenziner inklusive Mildhybridsystem mit 48-Volt-Technik. Das Einliter-Motörchen ist durchaus gepfeffert. Der 1.0 T-GDI entwickelt satte 120 PS und bringt den knapp 1200-Kilo-Leichtgewichtler in jeder Hinsicht ordentlich auf Trab. In prima Harmonie mit dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe zieht der Fronttriebler seine Spur. Kernig-kehlige Begleittöne gibt´s obendrein. Die können einem bei längeren Ausfahrten bisweilen aber auch schon mal kräftig auf die Ohren gehen.

Dafür sind Komfort, Geradeauslauf, Kurvenstabilität und Fahrleistungen sowohl bei Überlandfahrten als auch bei herausfordernden Autobahnetappen allzeit von solidem Grundwert. Das Fahrwerk gerät im Normalfall nicht in Verlegenheit, durch die vergleichsweise stramm-straffe Auslegung werden gröbere Fahrbahnunebenheiten bisweilen schon spürbar in den Innenraum abgeleitet. Wie zum Ausgleich dafür verwöhnt der i20 N-Line mit allerlei Extras, die den Aufenthalt in dem Kleindarsteller angenehm machen. Das Multimedia- und Navi-System mit 10,25-Zoll-Monitor ist voll auf der Höhe der Zeit. Überhaupt ist das Digital-Cockpit modern durchgestylt, allein die verwendeten Kunststoffe könnten noch weiter an Charme gewinnen.

Die Alu-Pedalerie und die roten Ziernähte im Innenraum vermitteln hingegen sportiven Chic. Die makellos ausgeformten Sportsitze, das beheizbare Lederlenkrad sowie Sitzheizung vorne wie hinten und nicht zuletzt das wohlklingende Bose-Sound-System erzeugen eine zufriedene Grundstimmung. Gerade auch im Wissen darum, dass überdies so nützliche Sicherheitsfeatures wie etwa Rückfahrkamera, Querverkehrswarner oder Spurhalteassistent mit an Bord sind. Weniger üppig ist hingegen der Mitnahmeeffekt mit 352 bis maximal 1165 Liter Stauraumvolumen ausgefallen. Da ist der i20 N-Line dann wieder ganz die kleine Klasse. VN-HGP

Klare Kante am Heck: Sportauspuff deutet den Vorwärtsdrang des Halbstarken an.
Klare Kante am Heck: Sportauspuff deutet den Vorwärtsdrang des Halbstarken an.
Gefälliges Digitalcockpit: In der Mitte thront der 10,25 Zoll große Touchscreen.
Gefälliges Digitalcockpit: In der Mitte thront der 10,25 Zoll große Touchscreen.

Fakten und Daten

Motor/Antrieb Dreizylinder-Turbobenziner, 120 PS, 200 Nm/2000 bis 3500 U/min, Frontantrieb, 7-G-DCT

Fahrleistung/Verbrauch 0 – 100 km/h: 10,3 Sek., Spitze: 190 km/h Norm: 5, 5 l (116 g CO2/km) Test: 6,1l

Preis Grundpreis: 23.690 Euro, Testwagen: 26.770 Euro.