Lexus lanciert lässigen Luxus

Motor / 30.09.2022 • 12:37 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Sparen ohne Stecker: Der wuchtige NX 350h tritt als Teilzeitstromer an, der nicht extra aufgeladen werden muss.VN/paulitsch
Sparen ohne Stecker: Der wuchtige NX 350h tritt als Teilzeitstromer an, der nicht extra aufgeladen werden muss.VN/paulitsch

In der Neuauflage drängt derMidsize-SUV NX 350 als Vollhybrid mit Allradantrieb in die Erfolgsspur.

Lexus Wer mit lässigem Luxus liebäugelt, soll hinkünftig auch hierzulande öfter auf Lexus abfahren. Das hat sich Toyota für die hauseigene Nobelmarke fest vorgenommen. Das Motto für die neu aufgelegten Modelle in der Premiumliga heißt: Aus dem Schatten hinein ins Licht! Beim Streben nach höheren Zielen verschreibt sich Lexus denn auch völlig dem technologischen Zeitgeist und frönt gleichsam dem ethisch-moralischen Umweltgedanken.

Mit aller Öko-Gewissenhaftigkeit geht auch die zweite Generation des Midsize-SUV NX ins Rennen. In der Neuauflage gibt´s das Modell 350h so auch als Vollhybrid mit Allradantrieb. Unter der Motorhabe werkelt ein 190 PS starker Vierzylinder-Saugbenziner, der Unterstützung durch einen 134 kW-Elektromotor erfährt. Die Hinterachse treibt ein 40 kW-Elektromotor an. Aus dem Zusammenspiel ergibt sich eine Systemleistung von 245 PS. Die Bordbatterie wird vom Benzinmotor sowie durch regeneratives Bremsen oder beim Segeln automatisch nachgeladen.

Tatsächlich lässt sich das Fahr-
erlebnis im NX 350h infolge der Hybridtechnologie vergleichsweise unspektakulär genießen. Im EV-Modus geht es mit disziplinierter Gelassenheit einige Kilometer weit flüsterleise und emissionsfrei dahin. Besonnen-sanft durch den Stadtverkehr und auf Überlandfahrt bewegt, dankt einem das der Vollhybrid-SUV durch moderate Trinksitten. Überhaupt ist der Lexus NX 350h aufs druckvolle Dahingleiten aus. Ihn auf Drehzahlgipfel zu jagen, das ist nicht der wahre Erlebniswert. Auf der Autobahn mit dem 1,8-Tonner unterwegs zu sein, heißt also, sich beim Vorwärtsdrang zurückzunehmen. Das schafft Entspannung und bringt einen letztlich auch weiter.

Von außen nach innen betrachtet, ist der 4,66 Meter lange Crossover-
typ gewissenmaßen auch ein Verwandlungskünstler. Während der NX im anziehenden Blechkleid mit großdimensioniertem und zackigem Kühlergrill und dem scharfkantigen Heck die optische Attacke reitet, legt er bei der Innenarchitektur Wert auf stilsicheren Lounge-Charakter: bequemes Ledergestühl, viel Softtouch-Oberflächen, feiner Materialmix. Und durch das ordentliche Platzangebot vorne wie hinten wähnt man sich schnell in der Komfortzone. In der Mitte thront ein 14-Zoll-Multimedia-Touchscreen. Motto: Online immer und überall. Die Armada an Assistenzsystem steigert den positiven Eindruck noch. Kleine überraschende Eigenheiten gibt es überdies, so etwa die auf Tastendruck elektronisch entriegelnden Seitentüren. Gegen die eingeschränkte Rundumsicht hilft die Surround-View-Camera. Gewöhnungsbedürftig ist der große Wendekreis. Dafür lässt es sich in den raumgreifenden Nippon-Luxus-SUV gut einräumen. Der Kofferraum fasst 545 Liter, das reicht locker für den Familiengroßeinkauf oder das Reisegepäck einer Vierer-Crew an Bord. Und wer irgendwie noch mehr Bedarf hat? Einfach die zweite Sitzreihe flachlegen, das ergibt dann ein Stauvolumen von immerhin 1436 Litern. Das sollte für normale Transportbedürfnisse im Alltag allemal reichen. VN-HGP

Der Vollhybridtyp bietet richtig solide Fahrleistungen in Kombination mit ökonomischen Verbrauchswerten.

Extrem auffällig stellt sich die opulente Heckpartie zur Schau.
Extrem auffällig stellt sich die opulente Heckpartie zur Schau.
Digitale Kommandozentrale: Komplett eingerichtet, modern ausgerichtet.
Digitale Kommandozentrale: Komplett eingerichtet, modern ausgerichtet.

Fakten und Daten

Motor/Antrieb 4-Zylinder-Benziner (190 PS), E-Motoren (134 kW/40 kW), Allradantrieb, E-CVT-Getriebe

Fahrleistung/Verbrauch 0 – 100 km/h: 8,7 Sek., Spitze: 200 km/h, Norm: 6,3 (144 g CO2/km) Test: 6,8 l

Preis Grundpreis (Luxury): 73.750 Euro, Testwagen: 77. 654 Euro.

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