Drei Menschen starben nach Rattenbekämpfung in Rumänien

APA Ticker / 19.11.2019 • 20:44 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Nach einer Rattenbekämpfungsaktion in einem Wohngebäude in Rumänien sind drei Menschen ums Leben gekommen. Nach Behördenangaben vom Mittwoch starben in der Stadt Temeswar im Westen Rumäniens zwischen Samstag und Montag ein neugeborener Säugling, ein dreijähriges Kind sowie die 28-jährige Mutter eines der zwei Kinder, nachdem in ihrem Haus Gift zur Bekämpfung von Ratten eingesetzt worden war.

Rund 40 weitere Hausbewohner wurden nach Krankenhausangaben in Kliniken eingeliefert. Der Leiter der zuständigen Schädlingsbekämpfungsfirma wurde vorläufig festgenommen. Gegen ihn wird wegen Mordes, Totschlags und Handels mit giftigen Substanzen ermittelt. „Es gibt Hinweise auf die Verwendung eines Rattenbekämpfungsmittels, das Aluminiumphosphid enthält – eine hochgiftige Substanz, die beim Einatmen tödlich ist und eine spezielle Genehmigung erfordert“, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Eine Sprecherin des Nationalen Gesundheits- und Veterinäramts sagte, bei Tests in dem betroffenen Wohngebäude sei Phosphid in tödlicher Menge nachgewiesen worden. Die Nachrichtenagentur Mediafax zitierte den Anwalt des Firmenchefs mit den Worten, dieser habe das Rattengift „über einen Kontakt“ gekauft, der ihm keine Rechnung ausgestellt habe. „Mein Mandant wusste, dass das Mittel stark ist, aber nicht, dass es für Menschen tödlich ist“, sagte Calin Staiculescu laut Mediafax.