Moody’s schätzt Österreichs Bankenlandschaft als stabil ein

APA Ticker / 10.10.2019 • 16:29 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Der Ausblick für Österreichs Bankenlandschaft ist aus Sicht der Ratingagentur Moody’s stabil. Das spiegle die solide Kapitalausstattung und die geringe Zahl fragwürdiger Kredite wieder, heißt es in einer am Donnerstagnachmittag veröffentlichten Einschätzung. Zugleich rechnet Moody’s mit einem Rückgang der Gewinne wegen der dauerhaft niedrigen Zinsen und nötigen Investitionen in neue Technologien.

Moody’s rechnet mit einer Verlangsamung aber nicht mit einem Einbruch beim Wirtschaftswachstum. Für Österreich prognostiziert das Ratingunternehmen heuer ein Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent, 2020 dann nur mehr 1,3 Prozent, was vor allem auf eine Exportschwäche zurückzuführen sei. Es gebe kein übertrieben hohes Risiko einer Immobilienblase oder allzu starker Lohnanstiege.

Sowohl in Österreich, wo die heimischen Banken 78 Prozent ihrer Aktiva halten, als auch in Osteuropa (22 Prozent) dürften in den nächsten 12 bis 18 Monaten stabile Bedingungen herrschen. Die Kapitalausstattung der Banken dürfte solide bleiben. Die Gewinnmarge dürfte zwar sinken, die besseren Gewinnchancen in Osteuropa dürften aber letztlich die heimischen Institute stärken. Die Wahrscheinlichkeit staatlicher Hilfen sei gering, auch für systemrelevante Institute.