Sieben Mitglieder einer Familie in Kabul getötet

27.05.2019 • 07:47 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Sieben Mitglieder einer Familie sind in der afghanischen Hauptstadt Kabul getötet worden. Unter den Toten seien drei Frauen und zwei Kinder, sagte ein Sprecher der Kabuler Polizei, Ferdaus Faramars. Das Motiv für den Überfall in der Nacht auf Montag sei zwar noch unklar. Verwandte hätten der Polizei aber gesagt, die Familie habe mit anderen Personen Streit über Landbesitz gehabt.

Einen Raubüberfall könne man ausschließen, da nichts gestohlen worden sei. Die Bewaffneten drangen laut Polizei gegen 2.00 Uhr in das Haus der Familie in Westkabul ein. Es werde nun nach Verdächtigen gefahndet.

In Afghanistan führen Landstreitigkeiten immer wieder zu Zusammenstößen und Gewalt. Rund 40 Jahre Krieg in dem Land haben Millionen Menschen dazu gezwungen, ihre Heimatdörfer und -städte zu verlassen. Wenn sie zurückkommen, finden sie ihre Häuser und ihr Land oft von anderen Familien besetzt, oder ihr Eigentum wurde illegal verkauft.

Auch haben Menschen mit Macht und Einfluss in der Vergangenheit unrechtmäßig viel Land angesammelt. Korrupte Beamte und Gerichte machen es oft unmöglich, die Landstreitigkeiten zu lösen. Auch Erbstreitigkeiten können zu den Zusammenstößen führen.

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