Neues Führungsteam an der Spitze

OP / 05.07.2022 • 15:09 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Herbert Feurstein leitet seit Mai das Haus Nenzing.

Pflege Nach der Pensionierung des langjährigen Leiters der Seniorenbetreuung Nenzing, Dieter Visintainer, leitet ein neues Führungsteam mit dem 54-jährigen Herbert Feurstein an der Spitze seit Mai das Haus Nenzing. Im Interview erzählt er, was das Haus besonders macht und auf was er bei seiner Arbeit Wert legt.

Sind Sie gut im neuen Job angekommen?

Feurstein Diese Frage hätte ich schon nach dem ersten Arbeitstag mit einem klaren „Ja“ beantworten können. Sowohl die von meinem Vorgänger gemachten Vorbereitungen für die Übergabe, als auch die umfassende Unterstützung unseres routinierten Verwaltungssekretariats haben mich sehr rasch in das Tagesgeschehen eingeleitet. Aufgrund meiner langjährigen Tätigkeit im Landeskrankenhaus Bregenz ist mir die Arbeit in einem Gesundheitsbetrieb sehr gut bekannt. Ich habe die gute und enge Zusammenarbeit der verschiedenen Mitarbeitergruppen stets sehr geschätzt. Ich denke, das setzt bei allen eine ausgeprägte soziale Kompetenz und Bereitschaft des „Über-den-Tellerrand-Schauens“ voraus. Im Haus Nenzing ist diese Kompetenz sehr ausgeprägt vorhanden. Dafür möchte ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie im Besonderen den bisherigen Führungskräften ein Kompliment aussprechen.

Was zeichnet das Haus Nenzing aus?

Feurstein Die Stärken liegen in der menschlichen und familiären Art, die erhalten geblieben ist, obwohl wir gegenüber dem Durchschnitt in Vorarlberg ein eher großes Haus sind. Dieser Umgang wird über alle Ebenen praktiziert. Unser Haus hat wegen seiner besonderen baulichen Struktur einen sehr hohen Bekanntheitsgrad. In den ersten zwei Monaten meiner Arbeit kamen Delegationen von zwei großen Vorarlberger Gemeinden zu Hausbesichtigungen, weil sie Pflegeheim-Neubauten planen. Die jeweils sehr erfahrenen Fachkräfte aus Pflege und Verwaltung überhäuften uns mit positivem Feedback, sowohl was betriebsorganisatorische als auch gestalterische Belange betrifft. Es wird für mich eine große Herausforderung sein, diese Standards zu erhalten beziehungsweise weiter auszubauen. Das sind Herausforderungen, die ich gewohnt bin und mit Freude angehe.

Wie viele Bewohnerinnen und Bewohner leben im Haus Nenzing?

Feurstein 55 Bewohnerinnen und Bewohner zählt das Haus Nenzing momentan – 35 davon im Haus 2, also im Neubau in vier Wohnbereichen mit jeweils acht bis zehn Pflegewohnungen. Dieses Haus wird seit Anfang März von DGKP Bianca Hrach geleitet, sie arbeitet seit 18 Jahren in der Langzeitpflege und ist auch die Qualitätsmanagerin des Hauses. Im Haus 1, dem früheren Seniorenheim, werden bis zu 20 jüngere Menschen mit schweren chronischen, körperlichen und seelischen Behinderungen ab einem Alter von 18 Jahren bis zum Rentenalter aufgenommen. DGKP Bettina Gaßner hat im Jahr 2019 die Leitung für Haus 1 übernommen. Als Pflegeleitung bringt zudem Nicole Niedermayer ihre langjährige Erfahrung im Haus ein.

Wie möchten Sie Ihre Arbeit prägen?

Feurstein Es braucht in jedem Betrieb organisatorische Strukturen und auch Hierarchieebenen, damit Verantwortlichkeiten definiert und zugeordnet werden können. Die Begegnung aller Mitarbeitergruppen und Führungspersonen auf „Augenhöhe“ ist für mich aber ein ganz wichtiger Punkt. Das gilt natürlich auch für den Kontakt mit Bewohnerinnen und Bewohnern sowie deren Angehörigen. Wir werden uns sehr bemühen, den ausgezeichneten Ruf unseres Hauses zu erhalten und weiter auszubauen. EM

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