„Die Kinder sollen sich bei uns wohlfühlen“

OP / 21.11.2022 • 15:52 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Seit Herbst ist Peter Bischof der neue Direktor der Volksschule Sebastianplatz. TAY
Seit Herbst ist Peter Bischof der neue Direktor der Volksschule Sebastianplatz. TAY

Peter Bischof ist der neue Direktor der Volksschule Sebastianplatz.

Schule Bereits seit über 20 Jahren geht Peter Bischof durch die Pforte der Volksschule Sebastianplatz. Im Jahr 2001 hat er dort als Lehrer gestartet, vergangenes Semester sprang er dann übergangsweise als Direktor ein. Die neue Aufgabe fand bei Bischof offensichtlich Anklang, denn bereits im Herbst übernahm er die Funktion als Leiter der Schule dauerhaft.

Umfeld mit Wertschätzung

„Die erste Zeit als Direktor war echt super“, hält Bischof nach den ersten Monaten fest. „Wir haben ein super Team mit tollen Lehrer(inne)n.“
Dazu zählen auch die vier Neuzugänge in diesem Schuljahr. Ganz wichtig ist es dem neuen Leiter dabei, ein Gesamtkonzept mit großer Wertschätzung gegenüber den Lehrkräften zu schaffen. Er versteht sich daher auch als erster Ansprechpartner. Wichtig sei es zudem, in jeder Schuleinrichtung eine Konstante hineinzubringen. „Ich bin echt gern in Gisingen. Die Aufgabenfelder sind wirklich vielfältig. Von der Koordination und Administration zu pädagogischen Angelegenheiten von Schülern über die Verbindungsstellen zu außerschulischen Beratungsstellen wie etwa dem AKS und IFS bis hin zur Supplierung von Lehrkräften, wenn es nötig ist“, gibt der 51-Jährige einen Einblick in seinen Alltag.

Brücke bauen

Besonders wichtig ist es Direktor Bischof allerdings auch eine solide Brücke zwischen Kindergarten und Volksschule zu schaffen. Dementsprechend sei es sein Ziel, dass Erstklässler beim ersten Schultag hereinspazieren und das Gefühl haben „Ich kenne das Schulhaus schon“. Dafür setzt sich der Neodirektor stark ein und intensiviert die Beziehung zwischen Kindergarten und Volksschule. Damit der Übergang einfacher vonstattengeht, werden beispielsweise Elternabende abgehalten, Termine in den Kleinkindbetreuungsstätten absolviert und eine Reformierung der Einschreibung umgesetzt. „Die neuen Kinder sollen sich sofort bei uns wohlfühlen“, so Bischof. Eine wichtige Schnittstelle sei dafür auch der Elternverein, mit dem daher ein starker Austausch stattfinde.

Die Pandemie war auch an der Volksschule Sebastianplatz ein großes Thema. „Viele Aktivitäten waren einfach nicht mehr machbar. Und jetzt alles wieder hochfahren, geht nicht von heute auf morgen“, erklärt der Schulleiter. Dennoch wurden in diesem Schuljahr wieder einige Projekte angegangen, dazu gehören u. a. Fahrradprojekte, das Co-Piloten-Training oder auch Theatervorstellungen. „Das Schulleben soll sich wieder von der besten Seite zeigen“, erklärt Bischof.

Digitalisierung und Pläne

Die nächste Herausforderung im schulischen Bereich steht auch schon an – die Digitalisierung. Dafür wurden für die Schüler Tablets angeschafft und die Lehrkräfte haben elektronische Tafeln bekommen. Man merke, dass sich gerade viel bewegt. Auch ein neuer, kompetenzenorientierter Lehrplan vonseiten des Bildungsministeriums stehe im Raum, wie Bischof berichtet. Vorher diente der Rahmenlehrplan als Konzept für die Lehrpersonen. Jetzt kämen aber auch Themen wie Problemlösungen oder Konfliktfähigkeit in den Unterricht. „Das wird eine besonders spannende Zeit für uns“, merkt der 51-Jährige an, „weil noch niemand weiß, was auf uns zukommt.“ Der neue Direktor freut sich aber auf die kommenden Aufgaben.

„Ich bin schon immer verwurzelt mit dieser Schule gewesen.“ Es seien die Menschen, die am Ende gut zusammenarbeiten müssen. Zu sehen, wie etwas Neues entsteht, wie Ideen zu Projekten werden, motiviere alle Beteiligten. „Es ist wie ein ‚Hoppala – da geht was vorwärts‘“, so Bischof abschließend. TAY

„Die Kinder sollen sich bei uns wohlfühlen“

Zur Person

Peter Bischof

Direktor der Volksschule Sebastianplatz

Geboren 31. Juli 1971

Familie verheiratet, zwei Kinder

Hobbys Berge und Meer

Wohnort Feldkirch-Tisis

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