Für Obama wird’s eng

Politik / 24.10.2012 • 20:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

US-Wahlkampffinale: Umfragen sehen Kopf-an-Kopf-Rennen. Wenige Wähler entscheiden.

Washington. Nach den TV-Debatten stürzten sich US-Präsident Barack Obama und sein Herausforderer Mitt Romney in hektische Wahlkampf-Reisen. In den verbleibenden zwei Wochen bis zur Wahl versuchen sie, in den alles entscheidenden „Swing States“ eine Entscheidung zu erzwingen. Neueste Umfragen bekräftigen: Das Rennen könnte knapper nicht sein.

Obama trat allein gestern in vier Bundesstaaten auf: In Iowa, Colorado, Kalifornien und Nevada. „Ich möchte, dass ihr mir helft, den Job zu beenden“, bat er seine Anhänger. Er werde in einer zweiten Amtszeit die Mittelschicht verteidigen. Seinem Gegner hielt er erneut vor, er leide an „Romnesia“ – da er seine politischen Positionen je nach Bedarf anpasse. Romney konterte, Obama besitze nicht einmal ein klares Programm für eine zweite Amtszeit.

Mitt Romney knapp vorne

Einer neuen Umfrage der „Washington Post“ und des TV-Senders ABC zufolge würden sich derzeit 49 Prozent der wahrscheinlichen Wähler für den Republikaner Romney entscheiden. 48 Prozent derjenigen, die am 6. November vermutlich zur Urne gehen, würden den Demokraten Obama wählen.

Das Rennen konzentriert sich immer mehr auf die etwa zehn „Wechsel-Staaten“, in denen Demokraten und Republikaner eine Chance haben. In allen anderen 40 Staaten steht aller Erfahrung nach bereits fest, das entweder Obama oder Romney die Nase vorn haben werden. Die wichtigsten Swing States sind Ohio, Florida sowie Wisconsin und Virginia.

Insgesamt gibt es dort 34 Millionen Wahlberechtigte. Nach Berechnungen der Politologin Lynn Vavreck dürften es letztlich aber nur 900.000 Wahlberechtigte sein, deren Votum für die landesweite Entscheidung von ausschlaggebender Bedeutung ist.

Kinder lieben den Präsidenten

Würden Kinder die Entscheidung treffen, wäre die Sache übrigens klar: Bei einer Online-Abstimmung des Kinderkanals Nickelodeon schlug Obama seinen republikanischen Herausforderer Romney mit einem Ergebnis von 65 Prozent.