Gesundheitsreform beschneidet den Einfluss der Ärztekammer

Politik / 12.12.2012 • 22:41 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Ärztekammer-Präsident Artur Wechselberger Foto: APA
Ärztekammer-Präsident Artur Wechselberger Foto: APA

Wien. Die Ärztekammer kritisiert die am Dienstag finalisierte Gesundheitsreform – aus Sorge um die Patienten, wie es heißt. Patientenanwalt Gerald Bachinger glaubt, dass eher die Angst vor schwindendem Einfluss dahintersteckt. Mit der Reform verliert die Kammer nämlich zentrale Positionen. So hat sie bisher mit den Sozialversicherungsträgern fixiert, wo Kassenordinationen hinkommen. Künftig sollen das die Geldgeber tun, also die Bundesländer und Kassen.

Durch die gemeinsame Vorgangsweise der Gebietskörperschaften und der Sozialversicherungsträger soll das Gesundheitssystem effizienter werden. Bis 2016 sollen so 3,4 Milliarden Euro eingespart werden. So sollen die Spitäler entlastet werden; das Angebot im niedergelassenen Bereich soll ausgebaut werden, damit die Patienten zunächst dorthin gehen.