Zweifel an Chemie-Angriff

Politik / 20.03.2013 • 22:37 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Damaskus. Während der israelische Geheimdienst gestern erklärte, dass es am Vortag in der syrischen Provinz Aleppo „ohne Zweifel“ zu einem Chemiewaffenangriff gekommen sei, mehren sich inzwischen die Zweifel zu den gegenseitigen Vorwürfen der syrischen Rebellen und des Regimes. So könnten die im nordsyrischen Ort Khan al-Assal gemeldeten Toten nach einem Bericht des Senders Al-Dschasira auch auf einen Angriff mit Pestiziden zurückzuführen sein. „Einige Opfer sprachen von einem stechenden Geruch. Chemiewaffen sind normalerweise aber geruchlos“, sagte gestern der Mediziner Siad Haddad. Von Oppositionellen hieß es, das Regime habe aus ungeklärten Gründen bereits vor einer Woche seine Anhänger und Kämpfer aus Khan al-Assal abgezogen. Die US-Regierung habe Präsident Baschar al-Assad zuvor noch gewarnt, einen Chemiewaffen-Angriff der Rebellen vorzutäuschen, um einen Vorwand für den Einsatz von Chemiewaffen zu konstruieren.