Justiz leitet Verfahren gegen Sarkozy ein

Politik / 22.03.2013 • 23:08 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Ex-Präsident Sarkozy wird vorgeworfen, den Wahlkampf 2007 mit illegalen Bargeldspenden finanziert zu haben. Foto: EPA
Ex-Präsident Sarkozy wird vorgeworfen, den Wahlkampf 2007 mit illegalen Bargeldspenden finanziert zu haben. Foto: EPA

Paris. Gegen Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy wurde in der Korruptions- und Spendenaffäre um die L’Oréal-Erbin Liliane Bettencourt ein Verfahren eingeleitet. Dem 58-Jährigen wird vorgeworfen, die Schwäche der betagten Milliardärin ausgenutzt zu haben. Hintergrund ist der Verdacht, Sarkozy könnte seinen Wahlkampf 2007 mit illegalen Bargeldspenden aus dem Milliardenvermögen der Bettencourt-Familie finanziert haben. Die Ermittlungen bauen unter anderem auf Zeugenaussagen von ehemaligen Angestellten von Bettencourt auf. So behauptet eine frühere Buchhalterin, sie habe für eine Wahlkampfspende 150.000 Euro Bargeld organisieren sollen. Andere Mitarbeiter wollen prall gefüllte Umschläge gesehen haben.

Sarkozy halte das Vorgehen des Untersuchungsrichters für „skandalös“, sagte sein Anwalt Thierry Herzog. Er zog auch die Unparteilichkeit des ermittelnden Untersuchungsrichters in Zweifel.