Mit „guter Trefferquote“ in die Pension

Politik / 22.03.2013 • 23:02 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Edmund Entacher: Mit Festakt in die Pension verabschiedet. apa
Edmund Entacher: Mit Festakt in die Pension verabschiedet. apa

Generalstabschef Edmund Entacher mit Festakt verabschiedet. Ein Orden für „Edi“.

Wien. (VN) Generalstabschef Edmund Entacher hat sich gestern Vormittag bei einem Festakt im Verteidigungsministerium zufrieden in die Pension verabschiedet. Die letzten zwei Jahre, in denen er für die Erhaltung der Wehrpflicht gekämpft hatte, seien „anspruchsvoll“ für ihn gewesen. Es habe medial und persönlich Kritik an seiner Person gegeben. Darauf antworte er aber: „Es zählen nur die Treffer. Und mit der Trefferlage bin ich sehr zufrieden“, so Entacher in seiner Abschiedsrede. Vom neuen Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) bekam Entacher zum Abschied eine Modellkanone. Der Minister bezeichnete den scheidenden General als „verdienten, höchst anerkannten Offizier“, mit dem er ein gutes Verhältnis habe, sagte Klug, der mit diesem Abschied den bisherigen Konflikt zwischen dem Ministerkabinett und dem Generalstab beseitigt haben dürfte. „Der eine kommt, der andere geht“, so könne man das gemeinsame Wirken salopp zusammenfassen. Ihm als Minister und Entacher als Generalstabschef seien nur wenige gemeinsame Wochen vergönnt gewesen, so Klug. Man kenne sich aber eigentlich schon von viel früher, als er, Klug, noch bei der Metallergewerkschaft gewesen sei, und zwar im Rahmen einer Partnerschaft zwischen Bundesheer und Metallergewerkschaft. Auch Entacher signalisierte in seiner Rede, dass es nach dem Konflikt rund um die Wehrpflichtfrage nun wieder ein gutes Verhältnis zwischen Generalstab und Ministerium herrsche. Er bedankte sich beim Minister ausdrücklich für dessen „Art, wie er sein Amt angetreten hat“.

Ein Orden vom Präsidenten

Entacher bezeichnete das Bundesheer trotz Budgetknappheit als gut gerüstet. Die Weichen für die Zukunft seien gut gestellt. Nach dem Abschieds-Festakt im Verteidigungsministerium eilte Entacher in die Hofburg, wo er von Bundespräsident Heinz Fischer das Große Silberne Ehrenzeichen mit Stern verliehen bekam.